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Mars-Mission: Phoenix im Winterschlaf

Das harte Klima auf dem Mars macht der Raumsonde "Phoenix" zu schaffen. Aufgrund der einsetzenden Kälte und der schlechten Wetterbedingungen kann sie nicht mehr genug Strom erzeugen. Daher wurde sie in einen Schlummerzustand versetzt. Ob der Roboter den Betrieb wieder aufnehmen wird, ist fraglich.

Seit fünf Monaten gräbt die US-Forschungssonde auf dem Roten Planeten nach Wasser und Spuren von Leben - fast doppelt so lang wie ursprünglich vorgesehen. Doch damit ist es fürs Erste vorbei. Erstmals sanken die Temperaturen nachts auf -96 Grad Celsius, auch tagsüber erreichen sie nur -45 Grad - Tiefstwerte seit Beginn der Mission. Außerdem scheint die Sonne immer kürzer. Ein Sandsturm und Eiswolken verschlechterten die Bedingungen zusätzlich, sodass die Solaranlage nicht mehr genügen Energie erzeugen kann. Als Folge der geringen Stromversorgung schaltete sich überraschend eine der beiden Batterien ab.

Die wissenschaftlichen Aktivitäten wurden zunächst auf Eis gelegt. "Das ist eine heikle Phase für Phoenix", sagt Nasa-Mitarbeiter Barry Goldstein. "Wir sind uns darüber im Klaren, dass es jederzeit vorbei sein kann." Die Ingenieure würden alles versuchen, um die Sonde am Leben zu erhalten. Aber das Überleben hinge von Faktoren ab, die sie nicht beeinflussen könnten - vom Wetter und von den Temperaturen.

Die Wissenschaftler hatten geplant, insgesamt vier Heizmodule abzuschalten, einen nach dem anderen, um Strom einzusparen. Aufgrund der unerwarteten Störung mit der Batterie mussten sie jedoch gleich zwei Heizkörper abstellen. Betroffen sind der Roboterarm, die Kamera des Roboterarms sowie der Tega-Ofen, in dem die Wasserproben analysiert wurden. Mit der eingesparten Energie hoffen die Ingenieure nun, wenigstens die Hauptkamera und einige meteorologische Instrumente noch etwas länger in Betrieb halten zu können.

SPO
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