Nasa Raumfähre "Atlantis" ins All gestartet


Die US-Weltraumfähre "Atlantis" mit dem europäischen Weltraumlabor "Columbus" und dem deutschen Astronauten Hans Schlegel an Bord ist gestartet. Der Shuttle hob vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral im Bundesstaat Florida ab.

Die US-Weltraumfähre "Atlantis" mit dem europäischen Weltraumlabor "Columbus" und dem deutschen Astronauten Hans Schlegel an Bord ist gestartet. Der Shuttle hob um 20.45 MEZ vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral im Bundesstaat Florida ab. Zuvor hatte es Bedenken wegen möglichen Regens gegeben. Ursprünglich war der Start für den 6. Dezember geplant gewesen, musste aber wegen defekter Tanksensoren mehrfach verschoben werden.

Hauptaufgabe der elftägigen Mission ist es, das Labor an der ISS anzudocken. Insgesamt sind drei Außeneinsätze geplant, an zwei davon wird Schlegel teilnehmen.

Das in Bremen gebaute 13 Tonnen schwere Labor soll über zehn Jahre lang das Verhalten von Stoffen, Einzellern und wirbellosen Tieren in der Schwerelosigkeit untersuchen.

Mit Jubel und langem Applaus haben Wissenschaftler und Ingenieure den Start der "Atlantis" im Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen bei München begleitet. Rund 150 Gäste verfolgten den Start im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) auf großen Projektionswänden.

Der deutsche Astronaut Ulf Merbold, der 1983 als erster Nicht- Amerikaner bei einer US-Shuttle-Mission ins All flog, kommentierte den Start. Unter den Gästen war auch Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU). Das "Columbus"-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen koordiniert das wissenschaftliche Programm in dem Weltraum-Labor und steuert technische Systeme wie Heizung oder Luft- und Wasserversorgung.

DPA DPA

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