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Wechseljahre: Die Macht der Hormone

In der Mitte des Lebens bekommt das Ballett der Botenstoffe eine neue Choreografie: Für viele Frauen sind die Wechseljahre eine Zeit rasanter Veränderungen - und auch Männer beobachten Wandlungen.

Von Ute Eberle

Seltsam. Ihr ganzes Leben lang hatte Brigitte Hieronimus unauffällige, flache Schuhe getragen. Besonders gern Turnschuhe, die sie mit Jeans und anderen "Unisex"-Klamotten kombinierte. Und nun ertappte sie sich dabei, wie sie ein Paar Pumps im Schaufenster fixierte. Schwarz. Hochhackig. Und wie sie die Ladentür aufstieß und sich die Schuhe kaufte. Einfach so.

Es folgten ein paar knallrote Halbhohe - und die Schuhlust war nicht das einzig Ungewöhnliche, das die gebürtige Bayerin mit Mitte 40 an sich beobachtete. Da gab es die Gefühlsausbrüche, mit denen sie ihre Umwelt verschreckte, manchmal zweimal täglich, dann wieder drei Wochen nicht. Die neue Lust am Sex und die Tatsache, dass sie - die immer über kalte Füße geklagt hatte - sich nun stets wohlig warm fühlte. Die zunehmenden Rundungen. Das Vergnügen, trotz der Fülligkeit in tief dekolletierte Kleider zu schlüpfen. Die vielen schlaflosen Nächte und die aufregenden Ideen, die ihr dabei durch den Kopf spukten. Den Weinladen aufgeben. Noch einmal etwas Neues beginnen. Vielleicht mit Psychologie?

"Das alles war ähnlich aufwühlend wie die Pubertät", sagt die heute 56-Jährige. Brigitte Hieronimus war 44, als bei ihr die Regel aussetzte - ein unübersehbares Signal, dass sich ihr Körper in den Wechseljahren befand. Wie die Pubertät ist dies eine Zeit, in der die Hormone verrückt spielen. Und das hat gewichtige Auswirkungen auf das Wohlbefinden.

Es werden weniger Hormone gebildet

Hormone sind chemische Botenstoffe, die an fast allen Lebensprozessen beteiligt sind, sei es der Stoffwechsel, das Immunsystem oder unsere Anfälligkeit für Stress. Einst dachten Forscher, dass 200 dieser Substanzen durch den Körper zirkulieren. Heute geht man von mehr als 1000 aus. Viele werden in der Lebensmitte nicht mehr in so großen Mengen gebildet wie in der Jugend, darunter Melatonin, das Wachstumshormon (GH), oder Vitamin D3, trotz seines Namens wichtiger Vorläufer für ein Hormon.

Kein Rückgang aber rüttelt uns mehr durcheinander als jener der Sexualhormone, allen voran Östrogen und Testosteron. Zum einen weil sie - zumindest bei den Frauen - abrupt einbrechen. Und zum anderen, weil sie einen Teil unserer Identität stiften. Überall im Körper finden sich Rezeptoren für diese mächtigen Botenstoffe. Östrogen und Testosteron spielen nicht nur bei der Fortpflanzung die entscheidende Rolle, sie greifen auch ins Knochenwachstum ein, bestimmen den Fettstoffwechsel mit und prägen über komplizierte Regelkreise unser Denken, Fühlen und Handeln.

So ist etwa der Gewinn eines Wall Street Traders daran gekoppelt, wie viel Testosteron durch seinen Körper strömt. Testosteron bestimmt auch, was ein männlicher Geschäftspartner in Verhandlungen zu akzeptieren bereit ist. Kein Wunder also, dass Männer es oft zu spüren glauben, wenn sich dieses in den Nebennieren und Hoden gebildete Hormon ab dem 40. Lebensjahr rarer macht. Wie viel tatsächlich dran ist am "Klimakterium virile" ist umstritten. Fest steht, dass der Hormonrückgang - ebenso wie die Wechseljahre der Frau - in eine Phase fällt, die ohnehin voller Herausforderungen steckt. In der Kinder selbstständig und Ehen infrage gestellt werden. In der mancher akzeptieren muss, dass seine einst vielversprechende Karriere versandet. In der Eltern pflegebedürftig werden oder sterben und sich das Krachen der eigenen Gelenke nicht länger verleugnen lässt.

Menopause meist zwischen 45 und 55 Jahren

Rund acht Millionen Frauen in Deutschland stecken derzeit in den Wechseljahren - jede fünfte Bewohnerin der Republik. Nach drei bis vier Jahrzehnten der Gebärfähigkeit müssen sie sich damit arrangieren, dass ihr Körper etwa auf das hormonelle Niveau der Kinderzeit zurückfällt. Die meisten Frauen erleben die Menopause - definiert als zwölf Monate ohne Regelblutung - zwischen 45 und 55 Jahren. Raucherinnen und Frauen, die unter Depressionen leiden, erreichen sie gewöhnlich eher. Übergewichtige sowie Frauen, die Kinder hatten oder bis spät die Pille nahmen, sind tendenziell später dran. Die hormonellen Beben starten freilich oft schon zehn Jahre früher, wenn der Vorrat an Eizellen, mit dem eine Frau geboren wird, beginnt zur Neige zu gehen.

Bei der Geburt besitzt ein Mädchen rund 1,4 Millionen Eibläschen oder Follikel. Maximal 500 davon verbraucht sie für Menstruationen und Schwangerschaften. Der Rest degeneriert und stirbt von selbst. Beim Eintritt in die Pubertät sind noch maximal 600.000 Follikel übrig. Bis Ende 30 verbleiben 25.000.

Warum Frauen in die Wechseljahre kommen, ist mysteriös. Biologisch gesehen ist es ungewöhnlich, dass ein Weibchen seine Fortpflanzungsfähigkeit so früh aufgibt. "Papageien etwa können 100 Jahre alt werden und bekommen bis fast ganz zum Schluss Nachwuchs", sagt Andrea Gore, Neuroendokrinologin an der Universität von Texas in Austin. Außer dem Menschen besitzen nur wenige Spezies - wie etwa manche höhere Primaten - ein Klimakterium. Manche Forscher spekulieren, dass die Evolution dem Homo sapiens Wechseljahre verschaffte, weil unsere Babys extrem lange extrem hilflos sind. Wenn Mütter so früh unfruchtbar werden, dass sie auch das letzte Kind noch großziehen können, ist das von Nutzen. Aber auch eine Generation von Großmüttern, die einerseits noch fit ist, andererseits keine eigenen Kinder mehr betreut, kann sich als wichtiger Überlebensvorteil erweisen.

Die Choreografie der Hormone

Damit befruchtungsfähige Eier entstehen, ist eine abgestimmte hormonelle Choreografie nötig. Dabei signalisiert die Hirnanhangdrüse im Schädelzentrum, wann Eizellen heranreifen und zur Befruchtung freigegeben werden sollen. Die Eierstöcke im Unterbauch rekrutieren daraufhin die gewünschten Follikel und sorgen dafür, dass sich in der Gebärmutter eine dicke Schleimhaut aufbaut, in der sich ein Embryo einnisten kann. Die wichtigste Rolle spielen dabei die Hormone Östrogen und Progesteron, deren Konzentrationen während des weiblichen Zyklus rhythmisch steigen und fallen.

Bereits lange vor der Menopause beginnt dieses Zusammenspiel aus dem Takt zu geraten. So reagieren die alternden Ovarien manchmal erst verzögert auf das Signal der Hirnanhangdrüse oder lassen nur wenige - bisweilen auch gar keine - Follikel heranreifen. Oder sie rekrutieren die nötigen Eizellen, aber die Hirnanhangdrüse "vergisst" das Signal für den Eisprung zu geben, sodass die Follikel bis weit über ihre gewohnte Größe hinauswachsen. Äußerlich zeigt sich das meist in Blutungen, die unregelmäßig kommen und manchmal nur schwach, dann wieder extrem stark ausfallen. Innerlich aber führt das Durcheinander mit den Eizellen dazu, dass die Hormonpegel wild ausschlagen. Manchmal klettern sie auf ein Vielfaches der Höchstwerte der Jahre zuvor. Dann sacken sie wochenlang gegen null. Oder sie zeigen sich eine Zeit lang wieder ganz normal.

Den meisten Frauen verursacht dieses Auf und Ab unangenehme Begleiterscheinungen. Sie klagen über Hitzewallungen, Schlafstörungen, Gelenk- und Knochenschmerzen, Libidoverlust, Trockenheit in der Scheide und damit verbundenes Leid beim Geschlechtsverkehr, Haarausfall, "Schnurrbärte", Gewichtszunahme, trockene Augen und Dünnhäutigkeit - "dieses Gefühl, den Alltag nicht mehr gewuppt zu bekommen", wie es die Hamburger Frauenärztin Katrin Schaudig nennt. Das kann so weit gehen, dass eine Frau beim Bäcker in Tränen ausbricht, nur weil ihr Lieblingsbrot aus ist.

Verlangsamter Metabolismus führt zu Gewichtszunahme

Nicht immer ist freilich klar, wo die Symptome des Hormonumbruchs enden und die ganz normalen Alterungsprozesse beginnen. Dass man etwa ab der Lebensmitte schneller zunimmt, hat mit dem verlangsamten Metabolismus zu tun - auch Männer klagen darüber. Dass sich die Pfunde am liebsten um die Taille legen, scheint dagegen hormonell bedingt zu sein.

Zweifellos hormonell bedingt sind die Hitzewallungen. Diese Schwitzattacken plagen Frauen meist kurz vor und in den zwei Jahren nach der letzten Blutung. Bis zu fünf Minuten lang scheint der Körper sämtliche Poren zu öffnen.

"Grauselig" sei das gewesen, erinnert sich Sieglinde Schneider, 52, Inhaberin einer Kommunikationsagentur. "Hochroter Kopf, nasse Hände, der ganze Körper ein unerwünschtes Feuchtgebiet." Selbst bei öffentlichen Auftritten beherrschte sie dann nur ein Gedanke: "Bloß nicht bewegen, bloß nicht die Jacke ausziehen, nur raus - an einen Ort, an dem ich erst einmal alles von mir werfen konnte."

Die Wechseljahrsbeschwerden fallen unterschiedlich aus

Forscher glauben, dass bei Frauen wie Sieglinde Schneider die "thermoneutrale" Zone schrumpft - die Spanne in unserer Körpertemperatur, bei der uns weder heiß noch kalt ist. Doch warum das so ist, ist bisher ebenso ungeklärt wie die Frage, warum ein Drittel aller Frauen nur gelegentlich Wechseljahrsbeschwerden verspürt, ein weiteres Drittel stärkere, aber weitgehend erträgliche Symptome hat und ein Drittel massiv leidet.

Zu den körperlichen gesellen sich oft die seelischen Turbulenzen. Jede vierte Endvierzigerin ist heute kinderlos. Für sie bedeutet die Menopause das endgültige Aus für einen Traum - oder das erleichterte Abhaken einer ewigen Sorge. Doch so befreiend es sein mag, den letzten Tampon wegzuwerfen, so unübersehbar signalisiert es die eigene Vergänglichkeit. Viele Frauen ziehen in den Wechseljahren Bilanz. "Man fragt sich, was noch Bestand hat und was nicht", sagt Brigitte Hieronimus. Nach zwölf Jahren schloss sie ihren Weinladen und begann eine Ausbildung als Lebensberaterin - Schwerpunkt Wechseljahre und Partnerschaft. Nach 35 Jahren Ehe trennte sie sich von ihrem Mann. "Wenn die Hormone in einem tanzen, löst das oft eine regelrechte Aufbruchstimmung aus", hat Hieronimus festgestellt.

In der Tat zeigen Studien, dass die meisten Frauen den Wechseljahren neutral bis positiv gegenüberstehen. "Das war zweifellos eine Überraschung", sagt Lorraine Dennerstein von der Universität Melbourne, die 438 klimakterische Frauen neun Jahre begleitete. Als in den USA vor ein paar Jahren postmenopausale Frauen befragt wurden, bezeichneten 51 Prozent die Jahre zwischen 50 und 65 sogar als die glücklichsten ihres Erwachsenenlebens. Eine aktuelle Forsa-Umfrage für den stern bestätigt dies für Deutschland: 45 Prozent der Frauen zwischen 50 und 59 geht es danach so gut wie noch nie in ihrem Leben.

Es gibt auch Männer, die in der Lebensmitte Hitzewallungen bekommen. Doch weitaus mehr 40- bis 60-Jährige klagen über Beschwerden, wie sie Martin Hascher plagten. Der Anwalt aus der Nähe von Ulm fühlte sich kraftlos und deprimiert, schlief schlecht, reagierte oft gereizt. Auf Rat eines Freundes ging der 45-Jährige zum Andrologen - eine Berufsbezeichnung, die seit Kurzem für "Männerärzte" vergeben wird. Dieser machte ein Blutbild und ein Hormonscreening - eine Blutuntersuchung, mit der Ärzte feststellen, ob jemand unter krankhafter Unter- oder auch Überproduktion leidet.

Immer mehr Männer entscheiden sich zu diesem Schritt. Frank Sommer von der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf etwa, der erste Professor für Männergesundheit in Deutschland, sieht jährlich rund 2000 Patienten - und rund 80 Prozent kommen, weil sie bei sich Hormonprobleme vermuten. "Meist leiden sie an der gleichen Trias von Beschwerden: Sie sind abgeschlagen, übergewichtig und haben oft Sexualitätsprobleme."

Manche Experten, unter ihnen auch Sommer, sehen dabei eine Verbindung zum Sexualhormon Testosteron, dessen Produktion ab dem 40. Geburtstag um durchschnittlich gut ein Prozent pro Jahr zurückgeht. Zu den Beschwerden, die das möglicherweise auslöst, zählen Muskelabbau, reduzierte Libido und Erektionsschwächen, Depressionen, Antriebslosigkeit und verstärkte Gewichtszunahme.

Es gibt viele mögliche Ursachen für Beschwerden

Inwieweit solche Symptome mit dem Hormonverlust zusammenhängen, ist noch nicht geklärt. Zumal andere Faktoren ähnliche Beschwerden auslösen können. So stecken etwa hinter Erektionsproblemen oft Durchblutungsstörungen, die ein Hinweis auf ein Herzleiden sein können. "Die Männer haben keine Lust auf Arbeit und Sex, und dann kommt ihnen gleich der Verdacht mit den Hormonen", sagt der Münchner Androloge Ulrich Pickl.

Tatsache ist, dass sich viele Männer wohl fühlen, obwohl ihr Testosteronwert sehr niedrig ist. Andererseits weist die große Mehrzahl von Männern, die mit Beschwerden zum Hormonscreening kommen, durchaus gute Werte auf. Auch bei Martin Hascher lag die Konzentration im normalen Bereich. Der Arzt empfahl dem Anwalt, Sport zu treiben und auf seine Ernährung zu achten - Ratschläge, die sich Hascher zu Herzen nahm. Er speckte in einem Jahr fast 30 Kilo ab, begann ein Lauftraining und schraubte die berufliche Belastung zurück. "Lieber gehe ich heute eine Stunde früher aus der Kanzlei, um mit meinem Sohn Mountainbike zu fahren."

Tatsächlich können schon Sport und Abnehmen die Hormonproduktion anregen. Bei Haschers letztem Hormonscreening hatte sich der Testosteronwert nahezu verdoppelt. Noch mehr freut sich der 45- Jährige darüber, dass sein Bluthochdruck verschwunden ist, die Spiegel der Stresshormone deutlich abgesunken sind und er einen Ruhepuls von 55 aufweist. "Ich habe heute mehr Lebensfreude als mit Mitte 30", sagt Hascher. "Ob das nun mit an den Hormonen liegt oder nicht."

Selbstbewusstsein macht den Übergang leichter

Zweifellos macht die richtige Einstellung es leichter, die Hormonwandlungen der Lebensmitte zu bewältigen. "Es hat sich etwa gezeigt, dass Frauen, die Selbstvertrauen und ein positives Körpergefühl haben, die Wechseljahre besser verarbeiten", sagt die Berliner Medizinpsychologin Beate Schultz-Zehden, die mehrere Studien zum Thema durchgeführt hat. "Selbst wenn sie Beschwerden spüren, werden sie besser damit fertig." Hingegen leiden Frauen, die vor den Wechseljahren Angst haben, später oft besonders intensiv. "Auch wer nicht im Beruf steht oder in einer unglücklichen Beziehung lebt, berichtet von mehr Symptomen", hat Schultz-Zehden festgestellt.

Wo eine Frau lebt, spielt offenbar ebenfalls eine Rolle. So klagen mehr als Dreiviertel aller Nordamerikanerinnen über Hitzewallungen, aber nur jede zweite Deutsche, jede zehnte Frau in Hongkong und offenbar keine einzige Maya-Indianerin. Stecken dahinter Sprachunterschiede, oder beeinflusst das gesellschaftliche Umfeld, wie Frauen die Wechseljahre erleben? "Jede zweite Westeuropäerin klagt über psychische Befindlichkeitsstörungen wie Ängstlichkeit und Nervosität, und das hat sicher auch damit zu tun, dass ältere Frauen hier noch immer abgewertet werden", sagt Schultz-Zehden.

Gewiss: Wer jede Nacht zwei Schlafanzüge durchschwitzt und sich chronisch übermüdet ins Büro schleppt, kommt mit einer guten Einstellung oft nicht aus, sondern muss gegebenenfalls die Vorteile und Risiken einer zeitlich begrenzten Hormontherapie abwägen. So wie Sieglinde Schneider, die Tag für Tag repräsentieren muss, in Bluse und Kostüm. "Da ich meinen Alltag nicht in einer lässigen Kittelschürze verbringen kann, sprach ich mit meinem Arzt über mein Schwitzen und traf eine Entscheidung - für die Hormonpille."

Langfristige Folgen des Hormonwandels

Die stärksten Symptome sind meist nach vier bis sechs Jahren ausgestanden. Was bleibt, sind die langfristigen Folgen des Hormonwandels. Mit dem Versiegen der Eierstöcke bricht die Östrogenproduktion der Frauen um rund 90 Prozent ein. Damit verschwindet auch der Schutzeffekt des Hormons auf Adern und Knochen. Selbst wenn sich die Frauen ernähren wie zuvor, verschlechtert sich ihr Cholesterinspiegel, und ihre Blutgefäße verkalken. Erleiden Frauen vor den Wechseljahren deutlich weniger Schlaganfälle und Herzinfarkte als männliche Altersgenossen, ziehen sie nun gleich.

Außerdem werden die Knochen poröser. In den Jahren rund um die Menopause verlieren Frauen gut zehn Prozent ihrer Skelettsubstanz, bevor sie sich allmählich den gemäßigteren Abbauraten gleich alter Männer anpassen. Bundesweite Statistiken zeigen, dass hierzulande nahezu jede vierte Frau zwischen 50 und 64 Jahren an Osteoporose leidet, dazu fast jede zweite 65- bis 75-Jährige und knapp 60 Prozent der über 75-Jährigen. Wie gefährlich dieses Leiden ist, zeigen Studien. Demnach sterben in den USA mehr Frauen an Komplikationen von Osteoporose als an Brustkrebs - also etwa in Folge von Wirbel- oder Schenkelhalsbrüchen.

Doch längst nicht alles wird schlechter. Frauen, die an Migräne leiden, dürfen nach der Menopause mit einem Rückgang der Attacken rechnen. Auch entfällt mit dem Östrogen einer der Risikofaktoren für Brustkrebs. Und mit den Blutungen verschwindet der Zwang zum Verhüten - ebenso wie die Krämpfe und Stimmungstiefs, die manche Frauen zuvor alle vier Wochen geplagt haben.

Vor allem aber: Wer aus seinem "biologischen Bezugsrahmen" entlassen wird - wie es Brigitte Hieronimus nennt -, kann die Welt noch einmal entdecken. Mit einem anderen Job, mit einem anderen Mann. Mit hochhackigen schwarzen Schuhen. Und einem neuen Blick aufs Leben.

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(