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Konzept aus Japan Mond-Wohnanlagen mit künstlicher Schwerkraft – wie sich Wissenschaftler die Zukunft vorstellen

Sehen Sie im Video: Mond-Wohnanlagen mit künstlicher Schwerkraft – sieht so die Zukunft aus?






Es sind Bilder, die an Science-Fiction-Filme erinnern: Eine gewaltige, rotierende Konstruktion thront auf der Mondoberfläche.


Ein Team der Universität Kyoto und eine japanische Baufirma haben Pläne für Wohnanlagen auf dem Mond veröffentlicht.


Renderings zeigen ein 3D-Modell der „The Glass“ genannten Struktur. Der Name des Projektes geht auf die Kelchform der Wohnanlage zurück und bedeutet übersetzt "Das Glas".


Durch künstliche Schwerkraft sollen die Lebensbedingungen auf der Erde weitestgehend nachempfunden werden.


Hierzu wird die 400 Meter hohe Struktur in Rotation versetzt. Um eine mit der Erde vergleichbare Schwerkraft zu erreichen, muss die Anlage alle 20 Sekunden eine volle Umdrehung hinlegen. Am Punkt mit dem größten Durchmesser soll die so erzeugte künstliche Schwerkraft den Zuständen auf der Erde am nächsten kommen.


Doch bei dem Bau handelt es sich, sollte er je entstehen, um Zukunftsmusik. Eine Machbarkeitsstudie soll noch durchgeführt werden.


Die Errichtung der gewaltigen Anlage soll 100 Jahre dauern und nicht vor Beginn des 22. Jahrhunderts starten. So werden die Köpfe hinter dem Konzept, im Falle einer Realisierung, wohl nie die Früchte ihrer Arbeit zu sehen bekommen.


Doch nach der Umsetzung des Konzeptes sollen „Weltraumzüge“ Erde und Mond – sowie den Mars, auf dem die Forscher ebenfalls eine Anlage planen – miteinander verbinden. Die Züge sollen ebenfalls mit künstlicher Schwerkraft ausgestattet sein.


Künstliche Schwerkraft könnte die unerwünschten Nebeneffekte eines langen Aufenthaltes im Weltraum, wie Rückenprobleme oder Muskelschwund, möglicherweise abfedern oder sie ganz verhindern.


Wenn es so kommen sollte, werden einige Menschen – die, die es wagen die Erde zu verlassen, um in der futuristischen Struktur zu lebe – in Zukunft wohl statt dem Mond die Erde am Himmel bewundern können.
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Es sind Bilder, die an Science-Fiction-Filme erinnern: Eine gewaltige , rotierende Konstruktion thront auf der Mondoberfläche. Ein Team der Universität Kyoto und eine japanische Baufirma haben Pläne für Wohnanlagen auf dem Mond veröffentlicht.

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