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Braunbär Bruno: Letzter Schliff mit Föhn und Bürste

Wochenlang hielt er Bayern in Atem, bis zwei Schüsse ihn niederstreckten. Auch wenn Brunos Leben auf deutschem Boden nur kurz währte - der Ruhm des Braunbären dauert an. Fast zwei Jahre nach seinem Tod soll das Tier in München ausgestellt werden - und bekommt vorher noch den letzten Schliff.

Waschen, legen, föhnen - der ausgestopfte Braunbär Bruno ist für seinen ersten öffentlichen Auftritt gerüstet. Mit Haartrockner und Bürste hat Tierpräparator Dieter Schön das Fell des vor fast zwei Jahren getöteten Bären in Form gebracht. Ab der kommenden Woche wird Bruno im Münchner Museum "Mensch und Natur" für die Öffentlichkeit zu sehen sein. Bruno, im Sommer 2006 aus dem italienischen Trentino eingewandert, wurde zunächst als erster Bär in Freiheit gefeiert, der nach 171 Jahren wieder seine Tatzen auf deutschen Boden setzte. Doch mit seiner mangelnden Scheu vor Menschen wurde er den Behörden zu gefährlich - sie ließen das Raubtier erschießen.

Mit Liebe zum Detail

Nun ist Bruno präpariert fürs Museum. "Er wartet darauf, dass seine Vitrine fertig wird", sagte Museumsleiter Michael Apel am Mittwoch. Gerade wird die Landschaft geschaffen, in der Bruno hinter Sicherheitsglas seine Besucher empfangen soll. Im Ambiente stecke mindestens so viel Arbeit wie in dem präparierten Tier selbst, sagt Apel. "Es geht soweit, dass die Kollegen den Ehrgeiz haben, kleine Schnecken ins Gras zu setzen", berichtete er. "Es gibt kleine Gags, die gar nichts mit dem Bären selbst zu tun haben und nur dazu dienen, ihn realistischer aussehen zu lassen." Die Ausstellung wird neben einer Chronologie des Falles Bruno auch allgemein über Bären und über die Möglichkeiten ihrer Wiederansiedlung informieren.

Monatelang hat Präparator Schön am Aussehen des Bären gefeilt, das Fell gegerbt und Modelle konstruiert. Zuletzt hat Schön Bruno kosmetisch behandelt und Augen, Nase und Lippenbereich nachkoloriert. Brunos braune Augen sind aus Glas, und auch das Gebiss, mit dessen Original er zu Lebzeiten Schafe riss und Hühner verspeiste, ist künstlich.

Mit zwei Schüssen niedergestreckt

"JJ1" wie Bruno erst bezeichnet wurde - Erstgeborener von Mutter Jurka und Vater José - war der Star des Sommers 2006. Er tappte durch Ferienorte in den bayerischen Alpen, knackte Bienenstöcke, leckte Honig - und machte sich rechtzeitig davon, bevor die teuer aus Finnland eingeflogenen Bärenjäger kamen. Bis heute gibt es im Internet das Spiel "Brunos Rache - Der Bär schlägt zurück", Trauerflaggen und Solidaritäts-T-Shirts. Nicht mehr im Sortiment ist allerdings das Shirt mit dem Aufdruck "Mich kriegt ihr nie": Nach wochenlanger Verfolgung brachten am 26. Juni 2006 zwei Schüsse den Bären im bayerischen Spitzingseegebiet zur Strecke. Das Umweltministerium hatte den Abschuss erlaubt. Die Schützen wurden nie offiziell bekannt - Ministerium und andere Beteiligte bekamen Kritik bis hin zu Morddrohungen.

Für den ersten Ausstellungstag hat die Initiative zur Abschaffung der Jagd vor dem Museum eine Mahnwache angekündigt. Es werde versucht, die "skandalösen Umstände des Abschusses zu vertuschen", erklärt das Bündnis, das die unbekannten Schützen erneut als "Mörder" bezeichnet. "Bruno ist kein Opfer der Jagd", sagt dazu Museumsleiter Apel. Mehr als Proteste fürchtet er den Ansturm der neugierigen Massen: "Ich habe viel mehr Angst, dass zu viele Leute vor der Türe stehen." Das Museum sei für derartige Ereignisse nicht ausgelegt, es könne eine Situation entstehen, dass nur Besucher eingelassen werden, wenn andere das Haus verlassen. Apel will den ganzen ersten Tag bereit stehen für Kritik und Fragen. "Der Diskussion werde ich mich stellen. Es ist mir wichtig, an der Front zu sein."

Sabine Dobel/DPA / DPA
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(