Ebola Ebola-Impfstoff an Mäusen erfolgreich


Ein Testimpfstoff stellt erstmals einen 100-prozentigen Schutz gegen das tödliche Ebola-Virus in Aussicht. Bisher wurde er zwar nur an Mäusen erprobt, erwies sich bei den Versuchstieren aber als überaus wirksam.

Ein Testimpfstoff stellt erstmals einen 100- prozentigen Schutz gegen das tödliche Ebola-Virus in Aussicht. Er wurde bisher zwar nur an Mäusen erprobt, erwies sich bei den Versuchstieren aber als überaus wirksam und könnte den Weg für einen Impfschutz beim Menschen bahnen. Sina Bavari und Kollegen vom Forschungsinstitut für Infektionskrankheiten des US-Militärs in Frederick (US-Staat Maryland) stellen ihre Studie am Dienstag in den "Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS) vor. Das Ebola-Virus ruft schwere innere Blutungen hervor und tötet zwischen 70 und 80 Prozent aller Infizierten.

Impfung mit "Virus ähnlichen Teilchen"

Das Team bediente sich einer Technologie, die auch bei anderen Erregern wie dem Krebs erregenden Papillomavirus oder dem Aidserreger HIV getestet worden war. Sie konzentriert sich auf die zwei Eiweißstoffe der Virenhülle. Den so genannten ’Virus ähnlichen Teilchen’ (virus-like particles oder VLP) fehlt das genetische Material zur Reproduktion. Das heißt, sie können sich nicht vermehren und sind deshalb auch nicht ansteckend.

Dennoch gelang es den Forschern, durch Injektion der Eiweißstoffe die Abwehrkräfte der Nager gegen das gefährliche Virus zu mobilisieren. Der Impfstoff habe den Versuchstieren "doppelte Immunität" durch Aktivierung ihrer T-Zellen sowie der B-Zellen verliehen, erläutern Bavari und Kollegen in den PNAS. Beide Immunreaktionen seien erforderlich, um den vollen Schutz vor dem Ebola-Virus zu bieten.

Angst vor einem Terroranschlag mit Ebola-Viren

Sowohl der Ebola-Erreger als auch das Marburg-Virus gehören zu den Filoviren, die bei Menschen und anderen Primaten hämorrhagisches Fieber auslösen können und in den meisten Fällen zum Tod führen. Zwar haben sich bisherige Ebola-Ausbrüche noch geographisch begrenzen lassen, schreibt das Team am Forschungsinstitut der US-Armee. Es sei aber zu befürchten, dass sich Terroristen des tödlichen Erregers einmal für einen Bioterroranschlag bedienen und es damit weit über die Grenzen der bisher betroffenen afrikanischen Regionen verbreiten könnten.


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