Eisbär wird gefeiert Knut darf in Berlin bleiben


Knut darf wahrscheinlich in der Hauptstadt bleiben. Der Zoo von Neumünster, Eigentümer des Eisbären, zeigt sich bereit, auf das Tier zu verzichten. Bedingung: Der Berliner Zoo soll ein vernünftiges Konzept vorlegen. Die Nachricht passte hervorragend zum Geburtstag des Tieres.

Geburtstagsüberraschung: Eisbär Knut - der Star des Berliner Zoos - darf wohl doch in der Hauptstadt bleiben. "Ich gehe nach wie vor fest davon aus, dass Knut in Berlin bleibt. Und das würde mich sehr freuen", sagte der Direktor des Berliner Zoos, Bernhard Blaszkiewitz, am Freitag - dem Tag, an dem der wohl bekannteste Eisbär der Welt seinen zweiten Geburtstag feierte.

"Jetzt geht es um die konkrete Planung", sagte der Direktor des Zoos in Neumünster, Peter Drüwa, der Berliner Zeitung "B.Z.". Sein Zoo ist der Eigentümer des weißen Bären. Blaszkiewitz solle ihm nun einen konkreten Plan vorlegen, wie es weitergehen soll. Hunderte Knut-Fans feierten ihren Liebling am Freitag mit dem Geburtstagslied "Happy birthday to you".

Kamerateams und Besucher erlebten mit, wie der wie üblich ziemlich dreckige Publikumsliebling von seinen Pflegern mit Croissants und einer Eisbombe verwöhnt wurde. Als erstes stürzte sich der inzwischen mehr als 200 Kilogramm schwere Eisbär auf die Croissants - seine absolute Lieblingsspeise. Dann verspeiste Knut genüsslich ein großes Stück Lachs und machte sich im Wassergraben über eine Eisbombe mit Gemüse und Obst her. Statt Geburtstagskerzen steckten darin ein paar grüne Lauchstangen.

Nachdem kurz vor seinem Geburtstag bekanntgeworden war, dass Knut womöglich die Hauptstadt verlassen muss, wurden die Proteste immer stärker. Eine Initiative hat bereits rund 21.000 Unterschriften gesammelt, damit Knut in Berlin bleibt. Berlins Regierender Bürgermeister gratulierte zum Geburtstag und wünschte sich, dass der Bär ein Berliner bleibt. Laut der "B.Z." gingen in ihrer Redaktion Hunderte empörte E-Mails, Briefe und Anrufe ein.

DPA DPA

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