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Ende einer EU-Norm: Die krumme Gurke ist wieder im Handel

Seit dem ersten Juli darf die Gurke wieder so sein wie sie ist: krumm. EU-Landwirtschaftsministerin Mariann Fischer Boel preist das als Bürokratieabbau. 25 weitere Obst- und Gemüsesorten dürfen dann auch wieder wachsen, wie sie wollen.

Von Polly Schmincke

Kein Witz über europäische Bürokratie kommt ohne sie aus: Die berühmte Gurken-Verordnung (EWG) Nr. 1677/88. Sie erlaubte eine maximale Krümmung des Gemüses von zehn Millimetern auf zehn Zentimeter Länge. Praktisch gerade musste die Gurke also sein, zumindest für die Handelsklassen I und Extra. So setzte es die EU-Kommission am 15. Juni 1988 fest. Für den Geschmack ist die Form zwar vollkommen egal. Nicht aber für den Handel. Denn je gerader die Gurken, desto mehr passen in einen Kiste. Die Vermarktungsnormen spielen daher vor allem für den Großhandel eine wichtige Rolle.

Zum 1. Juli ist ein Großteil dieser Normen gefallen. "Die krumme Gurke ist wieder da", verkündet Landwirtschaftskommissarin Mariann Fischer Boel und lobt ihren Beitrag zum Bürokratieabbau: Denn sie hat die Verordnung für Gurken und 25 weitere Obst und Gemüsesorten abgeschafft. Aprikosen, Möhren, Spargel und Zucchini dürfen nun so lang und krumm oder rund sein wie sie wollen. Dass sie es werden, kann verschiedene Gründe haben. Gurken zum Beispiel werden in der Regel krumm, wenn die Wachstumsbedingungen nicht ideal sind, sich ihnen etwa Hindernisse in den Weg legen: "Schon wenn eine ganz junge Gurke auf einem Blatt aufliegt, verhindert es ihr eigentlich gerades Wachstum", erklärt Volker Henning, Professor für Gemüsebau an der Fachhochschule Weihenstephan in Freising. Das Gleiche passiert, wenn eine Zucchini zu früh den Boden berührt. Kirschen wachsen zusammen, wenn es ihnen am Baum zu eng war. Und Lauch wächst schief, wenn beim Pflanzvorgang die Erde nicht gleichmäßig angedrückt wird. Für Karotten spielt die Bodenbeschaffenheit eine große Rolle: Liegen Steine oder Ernterückstände der Wurzel im Weg, wächst die Möhre drum herum. "Aber solche Abweichungen machen im großen Anbau keine zehn Prozent aus", schätzt Henning. Der Ausschuss geht an Mitarbeiter oder wird zu Kompost.

Insekten bringen Obst und Gemüse aus der Bestform

Im Ökolandbau dürfte der Anteil verformter Früchte größer sein, denn nicht nur der Boden, auch Insekten und anderes Kleintier können Obst und Gemüse aus der Bestform bringen. Und wo weniger Pestizide zum Einsatz kommen, haben die Schädlinge mehr Erfolg. Die Made der Möhrenfliege etwa frisst hässliche Löcher in die Wurzel. Schuld an mehrbeinigen, deformierten und mit Pusteln übersäten Möhren sind meist winzige Fadenwürmer (Nematoden) im Boden. Gesundheitsschädlich sind sie nicht. Aber vermarkten lassen sich solche "Zombie-Möhren" nicht, sagt Agraringenieur Johannes Hallmann vom Institut für Nematologie in Münster am Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen. Vor allem die nördliche Wurzelgallennematode (Meloidogyne hapla) befällt unter anderem Salate, Wurzelgemüse, Kräuter und Kartoffeln. "Der Wurm attackiert die Wurzeln der jungen Pflanzen und löst die Bildung von Riesenzellen aus, in deren Folge die Wurzel zu einer Galle anschwillt", beschreibt Hallmann die unerwünschte Formgebung.

Die ist den Händlern ein Dorn im Auge - und bleibt es. Vor allem der internationale Handel braucht die spezifischen Vermarktungsnormen für frische Ware, um sie blind kaufen zu können. Also per Telefon, ohne Überraschungen. Bestellt eine Supermarktkette Kirschen der Klasse Extra, bekommt sie garantiert Früchte mit "sortentypischer Färbung" und einem Querdurchmesser von mindestens zwei Zentimetern. Laut EG-Verordnung Nr. 214/2004 müssen sie "ganz und von frischem Aussehen", fest und sauber sein. Natürlich auch "gesund" - also nicht faul oder schimmelig - und "praktisch frei von Schädlingen oder Schäden durch Schädlinge", frei von Brandflecken, Rissen, Quetschungen und Hagelschäden. Und "mit dem Stiel versehen."

Äpfel, Trauben und Tomaten bleiben genormt

"Die Normen sind ja nicht aus Willkür entstanden", sagt Hans-Peter Stallknecht, Referent für Obst und Gemüse beim Deutschen Bauernverband. "Sie orientieren sich am Verbraucher." Dass etwa Zuckerschoten keine harten Fäden und Zucchinis keine bissfesten Samen haben sollen, dürfte all jenen, die sie nachher im Mund haben, entgegen kommen. Sicher sei Einiges in den Verordnungen überzogen, räumt Stallknecht ein, viel hätte eben mit Logistik zu tun. Aber grundsätzlich sei es schon vernünftig, zu bestimmen, dass nur Äpfel in den Handel kämen, die einen Durchmesser von mindestens 50 Millimeter hätten. "Das ist ja nicht viel größer als ein Tischtennisball." Wären sie noch kleiner, würde man sofort ins Kerngehäuse beißen.

Für den Verbraucher ändert sich daher vermutlich auch nach Wegfall der Normen kaum etwas. Die zehn umsatzstärksten Sorten bleiben ohnehin EU-genormt: Äpfel, Trauben, Tomaten oder Erdbeeren zum Beispiel. Zudem würde kein Händler zweibeinige Möhren oder unförmigen Blumenkohl ins Regal legen. "Wir halten an den bewährten Kriterien der EG-Vermarktungsnormen fest", bestätigt Andreas Krämer, Pressesprecher der Rewe-Gruppe. Auch bei Edeka bleibt alles wie gehabt: Der Handel greift nun einfach auf die weltweit gültigen und mit den EG-Normen praktisch identischen "UN/ECE-Normen" des "Economic Council for Europe" der Vereinten Nationen zurück. "Auf dieser Basis weisen wir wie gewohnt die entsprechenden Handelsklassen aus", sagt Krämer.

Kleine Abweichungen in Form und Farbe werden wir somit wohl auch weiterhin nur auf dem Bauernmarkt oder im kleinen Bioladen finden. Oder im eigenen Garten.

CO2-Paket2019
Habe mir gerade mal die heutige Koalitionsregelung durchgelesen. GAS soll angeblich bepreist werden, wie Flüssig- & Feststoff-Energien. Frage A: ERD-GAS soll laut früheren Aussagen KEIN bzw. KAUM "Abgase" erzeugen. Erdgas-Auto-Anlagen-Werbe-Slogan: "unser Abgas ist reines Wasser" Frage B: Wir haben Fernwärme (angeblich zu 100% aus RUSSEN-ERD-GAS) ZUDEM sind "unsere" Genossenschafts-Wohnbauten (angeblicher "Neubau" in 1989/90/91 (Erstbezug-Timeline 1991 bis 1992) und voll nach WEST-Standard gedämmt und entsprechend baurechtlich von Westbehörden abgenommen worden. Die Balkondämmungs-VOB-Baugewähr lief bspw. in "unserem" Block in 2006 ab. Die Anzahl der Blocks "unserer" Wohn-Genossenschaft beträgt rund 10 Blocks, die "zusammen in den NK abgerechnet werden" (und auf die m2 der Einzelnen Wohnungen "anteilmäßig umgelegt" werden). FAKTUM: Die jährlichen Heizkosten-VERBRÄUCHE liegen "bei uns" rund 50% niedriger als bei der Landeseigenen-Wohngesellschaft., auf der gegenüber liegenden Straßenseite. Diese haben zur Außen-Sanierung nur "dick Farbe" auf die "dünn verputzten" Kieselstein-Fertigplattenbauten (aus gleicher Bauzeit) aufgetragen. Die Heizkostenstatistik stammt von den Grundsicherungsämtern, die die Miet- & NK von "Bedürftigen" ersatzweise übernehmen. Die Landes-Wohnbaugesellschaften gelten als Treiber der Miet- & NK. Hiermit wurde der Mietspiegel (laut Zahlen der BBU) "preistreibend beeinflusst". FRAGE C: Diese "neue Preistreiberei" NUN, mit der CO2-Bepreisung ab 2019 sowie die "Sanierung der früheren Minmal-Sanierung" wird auch "unseren Mietspiegel" drastisch weiter manipulieren, obwohl es 1. bei "uns" gar keinen "frischen" Handlungsbedarf gibt ! (vollsaniert, GAS-Fernwärme) 2. wir auch den Anbieter NICHT wechseln können, weil der wir Ferngas-Heizung-bestimmt sind, durch Baurecht. 3. weil die Landes-Wohnbausgesellschaft, das, was im eigentlichen Sinn KEINE Sanierung darstellt, als solche definiert (und auf den deren Mietpreis umlegt) ... (Unsinnsbeispiel): so schaffen die gerade die Müllschächte ab und kassieren dafür einen "WohnWerte-Aufschlag" bei den NK, der den Mietspiegel fürden gesamten Nahbereich anhebt. ... (Sanierungs-spielchen): ein Bekannter von mir musste, weil lediglich seine Block-Außenwände "bunt saniert" wurden, 400 Euro (Erstbezug nach Sanierung) für die selbe Wohnung monatlich mehr bezahlen. Er widersprach der Mieterhöhung und es ging vor Gericht. Das Gericht folgt der Landes-Wohnbaugesellschaft und deren Argument, der Bekannte würde schließlich "massiv Enegie einsparen" !!! .... das traf natürlich bis heute (5 Jahre später) niemals zu. Neben den Mietzusatzkosten (KM) sowie den Heizkostensteigerungen (NK) - bei gleichem, extrem hohen Verbrauch - wurde er doppelt bestraft. ... und der Mietspiegel sagt, der "graue" Ghetto-Bezirk sei nun ein "buter und gut sanierter" Luxus-Wohnbestandsbereich ! FRAGE D: demnach macht es auf KEINEN Sinn mehr, ERD-GAS-Taxen & -Busse einzusetzen, nur Wasserstoff- oder E-KFZ ????? SCHLUSSFRAGE: was passiert, wenn diese hohen NEUKOSTEN für die Verbraucher, durch die CO2-Bepreisung wieder einmal ein TEURER NULLEFFEKT -- ohne unabhängige Kontrolle und ohne Strafbewehrung wird ?? Ein 50 Milliarden-Märchen ... das bereits in Stufe 1 (bis 2022) scheitert ?? Vermutlich werden wieder die PRIVATEN Wohnanbieter und PRIVAT-Organisierten Wohn-Genossenschaften die LOOSER sein. Sowie die Verbraucher als Ganzes.
Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.