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Luftschadstoffe: Hollywoodfilme schaden der Umwelt

Abgase, Generatoren, Special Effects - die Filmindustrie in Hollywood bläst jedes Jahr mehr als hunderttausend Tonnen Schadstoffe in die Luft. Nur die Erdöl-Raffinerien sind noch schädlicher für den Großraum Los Angeles.

Die Hollywood-Studios tragen mit ihren Film- und Fernsehproduktionen maßgeblich zur Umweltverschmutzung in Südkalifornien bei. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Dienstag veröffentlichte Studie der Universität von Los Angeles (UCLA). Danach stößt die Filmindustrie unter anderem über Autoabgase, den Betrieb von Generatoren und durch künstliche Explosionen und Spezialeffekte jährlich rund 126.000 Tonnen Luftschadstoffe aus.

Nur Erdöl-Raffinerien sind größere Umweltverschmutzer

Hollywood ist damit ein führender Umweltverschmutzer im Großraum Los Angeles nach Erdöl-Raffinerien, aber noch vor dem Hotelgewerbe und anderen Industriezweigen. "Angesichts der Bedeutung der Film- und Fernsehindustrie in Südkalifornien dachten wir, dass die Öffentlichkeit dies erfahren sollte", wurde die Leiterin des UCLA-Umweltinstitutes, Mary Nichols, von der "Los Angeles Times" zitiert.

Der Motion-Picture-Association-Verband, ein Zusammenschluss der größten Filmstudios, verwies dagegen auf bereits bestehende Programme zur Luftreinhaltung und Recycling. So würden bereits 64 Prozent der Filmsets und anderer Abfälle wiederverwertet und damit nicht in die Müllhalden gelangen, sagte eine Verbandssprecherin.

DPA / DPA