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24 Jahre nach dem Biss: Mann findet Haizahn in einer Blase an seinem Fuß – und löst ein altes Rätsel

Als Jeff Weakley eine Blase an seinem Fuß öffnete, machte er eine erstaunliche Entdeckung – einen Haizahn. Vor mehr als 20 Jahren war Weakley gebissen worden. Jetzt weiß er auch, welches Tier es war.

Kleiner Schwarzspitzenhai

Kleine Schwarzspitzenhaie können bis zu 2,5 Meter lang werden

Getty Images

Im Jahr 1994 hatte Jeff Weakley ziemlich viel Glück. Bei einem Surfausflug in Florida begegnete er einem Hai. Er wurde von dem Tier in den Fuß gebissen, anschließend verschwand der Hai wieder. Weakley kam glimpflich davon. Beinahe hatte der Surfer den Vorfall ganz vergessen – im vergangenen Jahr aber wurde er plötzlich wieder daran erinnert. Als er eine kleine, zunächst unverdächtig erscheinende Blase an seinem Fuß öffnete, machte er eine verblüffende Entdeckung. Im Inneren der Blase befand sich ein Stück eines Haizahns.

Eigentlich wollte der begeisterte Surfer daraus eine Halskette als Andenken basteln, schließlich aber überkam ihn doch die Neugier. Er hatte gelesen, dass Wissenschaftler aus Florida die genaue Haispezies identifiziert hatten, die in New York einen Mann gebissen hatte – und zwar ebenfalls auf Basis von Zahn-DNA.

Wissenschaftler analysieren DNA des Hais

Er sei neugierig gewesen, sagte Weakley der Website des Florida Museum, an dem das "Florida Program for Shark Research" angegliedert ist. Gleichzeitig aber habe er auch befürchtet, es sei letztendlich nur ein kleines Meerestier gewesen – das wäre ihm dann doch etwas peinlich gewesen. Seine Sorge erwies sich als unbegründet. Denn nach eingehenden Analysen stellten die Experten fest: Es handelte sich tatsächlich um einen Hai, genau genommen um einen Kleinen Schwarzspitzenhai, wie er in der Gegend öfter vorkommt. Die Tiere können bis zu 2,5 Meter lang werden.

Nun veröffentlichten die Forscher ihre Ergebnisse im Fachjournal "Wilderness & Environtmental Medicine". Sensationell sei vor allem gewesen, dass sich die DNA im Fuß so lange gehalten habe, führen sie aus. "Unsere Erfolgschancen lagen eigentlich bei gering bis nicht vorhanden", so Gavin Naylor, Direktor der Forschungseinrichtung in Florida. Weakley selbst ist froh, nun genau zu wissen, wem er dieses Erlebnis zu verdanken hat – Angst vor Haien hat er seit seiner Begegnung im Jahr 1994 nach eigenen Angaben aber dennoch keine mehr gehabt.

Quelle: Florida Museum

epp
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