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Ozeane: Saure Meere

Das Treibhausgas Kohlendioxid schadet nicht nur dem Klima, sondern auch den Ozeanen. Diese werden immer saurer. Dadurch ist das Leben in den Meeren bedroht.

Das Treibhausgas Kohlendioxid schadet den Ozeanen. Einer US-Studie zufolge könne der Verbrauch von Kohle, Öl und Erdgas die Ozeane in den nächsten Jahrhunderten so sauer werden lassen wie seit mindestens 300 Millionen Jahren nicht mehr. Kohlendioxid werde zu einem Großteil vom Meerwasser aufgenommen. Ein erhöhter Säuregehalt bedrohe das gesamte Leben in den Meeren, vor allem aber Korallenriffe und andere Organismen mit Kalkeinlagerungen.

Blitzanstieg von Kohlendioxid

Forscher vom Lawrence Livermore National Laboratory (Kalifornien) hatten jüngste Verschiebungen des Säuregrades (pH- Wert) in den Ozeanen mit geologischen Daten der Erdgeschichte verglichen. Verändert sich der Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre langsam über Millionen von Jahren hinweg, puffern Karbonat-Mineralien in den Meeren die Veränderung ab. Der Säuregrad verschiebt sich kaum. Er verändert sich hingegen deutlich, wenn die Konzentration des Treibgases innerhalb einer Zeitspanne von Zehntausend oder weniger Jahren erheblich steigt oder fällt. Mit dem Verbrauch fossiler Brennstoffe habe die Menschheit einen solchen "Blitzanstieg" der Kohlendioxidmenge in Gang gesetzt. Der ph-Wert im Meer könne um bis zu 0,77 Einheiten sinken.

Sechs Jahre nach der Verabschiedung des Kyoto-Protokolls sind die meisten Länder noch weit von den damals verabredeten Klimaschutzzielen entfernt. Die Kohlendioxid-Emissionen stiegen nach vorläufigen Schätzungen im Jahr 2002 um fast vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

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