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US-Studie: Eis am Nordpol schmilzt so stark wie nie zuvor

Die Nordpol-Eisfläche ist auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Messungen geschrumpft. Der Vorgang ist laut Experten ein "starkes Signal" für den Klimawandel.

Das Eis um den Nordpol herum ist so stark geschrumpft wie nie zuvor. Mit einer Fläche von 4,1 Millionen Quadratkilometern habe es den niedrigsten Stand seit Beginn der Satellitenmessungen 1979 erreicht, teilte das Schnee- und Eisdatenzentrum der USA (NSIDC) am Montag in Boulder im Bundesstaat Colorado mit. Diese Daten seien am Sonntag erhoben worden.

"Im Kontext dessen, was in den vergangenen Jahren und seit Beginn der Satellitenmessungen passiert ist, zeigen diese Daten, dass die Eisfläche sich fundamental verändert", sagte NSIDC-Wissenschaftler Walt Meier laut Mitteilung. Den bisherigen Rekord hatten die Forscher im September 2007 gemessen. Damals lag die Größe der Eisfläche bei 4,17 Millionen Quadratkilometern. Die starke Schmelze sei ein "starkes Signal" für die langfristige Klimaerwärmung, erklärten die Wissenschaftler am Montag in Boulder.

Geringere Eisausdehnung begünstigt die Erderwärmung

Die Forscher erwarten zudem, dass die Fläche in den restlichen Wochen des Sommers weiter schmelzen wird. Auffällig sei ferner, dass anders als 2007, als alle meteorologischen Bedingungen für eine starke Schmelze vereint gewesen seien, dieser Sommer bis auf einen Sturm Anfang August keine Besonderheiten aufweise, erklärte Mark Serreze, Direktor des Datenzentrums.

Eine geringere Eisausdehnung begünstigt die Erderwärmung, da weniger Sonnenlicht vom Eis reflektiert und so mehr Hitze im Ozean gespeichert wird. Die globale Erwärmung kann wiederum zu einem weiteren Schmelzen des Polareises führen. Anfang der 1980er Jahre betrug die arktische Eisbedeckung noch etwa sieben Millionen Quadratkilometer. In den vergangenen Jahren wurden vermehrt Hitzerekorde gemessen. So zählten 13 der vergangenen 15 Jahre zu den wärmsten Jahren seit Beginn der Messungen überhaupt.

jar/DPA / DPA
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