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Vulkanausbruch: Mysteriöse Wasserdampfsäule

Einen Kilometer ist sie hoch, eine Wasserdampfsäule in der Nähe der japanischen Insel Iwo Jima. Ein unterseeischer Vulkan wird als Ursache vermutet

Im Pazifik ist ein Vulkan unter der Meeresoberfläche ausgebrochen. Die Beobachtung einer ein Kilometer hohen Wasserdampfsäule lasse keinen anderen Schluss zu, erklärte die Küstenwache am Sonntag. Auf der Insel stationierte Soldaten hatten am Samstagabend nach Angaben eines Militärsprechers gesehen, wie die Dampfsäule etwa einen Kilometer hoch in den Himmel schoss.

"Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Eruption eines Vulkans unter Wasser das verursacht hat", sagte der Sprecher der Küstenwache, Shigeyuki Sato. "Einen ähnlichen Ausbruch hat es in der Gegend schon zuvor gegeben." Vom Hubschrauber aus berichteten Piloten, dass die Meeresoberfläche in diesem Gebiet eine rötliche Farbe angenommen habe. Dies sei ein Hinweis auf vulkanische Aktivität im Meer, sagte Marinesprecher Hiroshi Shirai. Sato berichtete außerdem von grauem Schlamm, der an die Oberfläche steige.

Iwo Jima liegt etwa 1.120 Kilometer südöstlich von Tokio. Die Gegend sei bekannt als Fukutokuoka-no-ba, sagte Sato. Dort sei zuletzt im Jahr 1986 drei Tage lang ein Vulkanausbruch unter Wasser beobachtet worden. Die Küstenwache brach ihre Arbeit aus nicht näher genannten Sicherheitsgründen ab, wollte die Beobachtungen jedoch am Montag fortsetzen. Sie forderte Schiffe auf, das Gebiet zu umfahren. Japanische Meteorologen erklärten, die Gefahr eines Tsunamis bestehe nicht.

AP

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