Bei etwa einem Drittel aller Pinguin-Arten sind homosexuelle Paare beobachtet worden, männliche wie weibliche. Erstmals beschrieben wurde schwuler Sex bei Pinguinen von dem britischen Schiffsarzt George Murray Levick. Levick gehörte zur Antarktisexpexpedition von Robert F. Scott 1910-1913 und studierte eine Kolonie von Adeliepinguinen. Einmal beobachtete er einen Hahn, der mit einer Henne kopulierte. "Als er jedoch fertig war und abstieg, stellte sich die scheinbare Henne als Hahn heraus", notierte Levick. Dann wurde der Akt umgekehrt durchgeführt. Als Levick ein Buch über die Expedition veröffentlichte, wurde der Abschnitt über diese und andere schwule Verhaltensweisen gestrichen. Homosexualität war im viktorianischen England ein Tabu, sie galt als Perversion und Abweichung von "natürlichem" Verhalten. Wie konnte sie also in der Natur vorkommen? Erst 2013 erschien der Bericht in voller Länge
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