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Heiligabend in Dresden: AfD-Abgeordneter fliegt aus Kino: "Man muss die Feinde der Demokratie nicht ertragen"

Ein Dresdner Jugendhilfeverein hat den AfD-Abgeordneten Jens Maier aus einer Kinovorstellung zu Weihnachten geworfen. Der Abgeordnete sieht sich nun als Opfer "totalitärer Herrschaftsansprüche", die Organisatoren widersprechen vehement.

Schauburg-Kino in Dresden, AfD-Politiker Jens Maier

AfD-Politiker Jens Maier flog aus dem Dresdner Schauburg-Kino (Archivbilder)

DPA

"Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, völkische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen."

So steht es in der Ankündigung für die Aufführung des Monty-Python-Klassikers "Das Leben des Brian" im Dresdner Filmtheater Schauburg. Der Jugendverein Roter Baum e.V. mietet sich am Morgen des 24. Dezember traditionell in den Kinosaal ein, um gemeinsam mit Freunden und Mitgliedern auf der Leinwand den unfreiwilligen Weg des Brian zum Messias zu verfolgen.

Protest gegen Kino-Besuch von AfD-Politiker

Rund 400 Gäste kamen in diesem Jahr, darunter auch ein ungebetener: Jens Maier, Bundestagsabgeordneter der Alternative für Deutschland (AfD). Nach Protesten der übrigen Besucher musste er das Kino allerdings schnell wieder verlassen. So bestätigen es übereinstimmend der Geschäftsführer des Vereins, Tilo Kießling, und der Politiker selbst

Maier sieht sich nun als Opfer von "totalitären Herrschaftsansprüchen nach den Ideologien der großen Diktaturen des 20. Jahrhunderts" der "extremen Linken aus der rot-rot-grünen Ecke" und beklagt eine Intoleranz der "angeblich Toleranten".

Der Verein hingegen verteidigt den Rauswurf des Bundestagsabgeordneten vehement. "Es ist offensichtlich, dass Jens Maier und wir völlig unterschiedliche Einstellungen haben. Um weitere Provokationen zu verhindern, haben wir schließlich von unserem Hausrecht Gebrauch gemacht", sagte der Roter-Baum-Mitarbeiter und Organisator der Filmvorführung, Alexander Bernstein, den "Dresdner Neuesten Nachrichten". "Es ist keine öffentliche politische Diskussionsveranstaltung, vielmehr ein weihnachtliches Familientreffen." Der Aktionsaccount von "HOPE - fight racism" in Dresden schrieb auf Twitter, Maier habe im Kino gesagt: "Nun zeigt mal, wie tolerant ihr seid!"

Inszenierung für den Wahlkampf?

In einem Statement legt Tilo Kießling, der Geschäftsführer des Vereins, nach: Maier sei ein Mann, den der Jugendverein nicht auf seinen Veranstaltungen haben wolle. Der Abgeordnete gehöre einer Partei an, die "wie ein Raubtier" die Institutionen unserer Demokratie umschleiche, "immer bereit, jede Schwäche auszunutzen. Sie setzt zum Sprung an, um unsere Republik, das 'System', wie sie es nennen, zu vernichten". Maier kenne den Bereich der Toleranz, die vernünftige Menschen aufbringen dürfen und stelle sich selbst jenseits davon auf.

Dass der AfD-Politiker auf der Weihnachtsfeier eines sich selbst als "links" bezeichnenden Vereins nicht erwünscht ist, hätte er wissen können – spätestens nach dem Hinweis in der Ankündigung der Veranstaltung, dass Personen, die durch rassistische, nationalistische, völkische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen aufgefallen sind, ausgeschlossen werden können. Kritiker werfen Maier genau solche Äußerungen vor: drei Beispiele:

Manch ein Unterstützer des Roter Baum e.V. vermutet auf der Facebookseite des Vereins, dass Maier den Rausschmiss bewusst provozieren wollte, um sich gut acht Monate vor der sächsischen Landtagswahl in der Opferrolle zu inszenieren. Und die Kinobesucher taten ihm möglicherweise den Gefallen.

Maier jedenfalls nutzt den Eklat in einem Posting bereits für den Wahlkampf: "Die Kommunal- und Landtagswahl 2019 in Sachsen wird somit auch zur Schicksalswahl für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung. Darüber sollten vor allem die Wähler von Rot-Rot-Grün nachdenken", schreibt er.

Roter-Baum-Geschäftsführer Kießling erklärt: "Man muss die Feinde der Demokratie nicht ertragen. Man kann, nein, man muss ihnen sagen, dass sie unerwünscht sind."

stern-Redakteur Wigbert Löer sitzt in Jackett und grauem T-Shirt vor einem schwarzen Hintergrund. Er trägt eine siberne Brille

Quellen: Veranstaltungs-AnkündigungErklärung Roter Baum e.V., Jens Maier bei Facebook"Dresdner Neueste Nachrichten", "Tagesspiegel"

wue
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(