Viele US-Amerikaner lehnen die Politik des US-Präsidenten ab. Sie sind es leid, dass Donald Trump die Gesellschaft spaltet. Landesweit fanden deshalb am Samstag Demonstrationen gegen die Regierung in Washington statt. Unter dem Motto „No Kings“ (keine Könige) richteten sie sich gegen Trumps Kriegspolitik, gegen ICE-Razzien in den Städten oder auch gegen die Errichtung des neuen Ballsaals am Weißen Haus. Geplant waren Proteste in allen 50 Bundesstaaten. Auch in europäischen Städten und in Deutschland fanden sich Demonstrierende zusammen.
Zentrale Demo in Minnesota
Als zentrale Veranstaltung galt eine Großkundgebung in Saint Paul im US-Bundesstaat Minnesota, wo am Nachmittag bis zu 100.000 Teilnehmer erwartet wurden. In der Zwillingsstadt von Minneapolis waren im Januar zwei US-Bürger durch Schüsse von ICE-Beamten ums Leben gekommen.
Zu den angekündigten Teilnehmern in St. Paul zählten prominente Unterstützer aus Kultur und Politik. US-Rocklegende Bruce Springsteen war darunter, der zu den Demonstranten sprach. Er hatte nach dem Tod der zwei US-Bürger eine Protesthymne („Streets of Minneapolis“) kreiert, die sich gegen die umstrittenen Abschiebe-Razzien von teils vermummten Bundesbeamten richtet. Springsteen bezeichnet sie im Song als „Privatarmee von König Trump“.
Das Weiße Haus kritisierte die Proteste. Eine Sprecherin hatte die Veranstaltungen laut Medienberichten vorab als Treffen einer kleinen, von linken Netzwerken unterstützten Gruppe ohne breite Unterstützung in der Bevölkerung bezeichnet.
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