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AFGHANISTAN: Schwere US-Angriffe

Die USA haben heute mit Abstand die stärksten Luftangriffe auf Taliban-Stellungen geflogen. In wenigen Stunden wurden mehr Bomben abgeworfen als in allen Angriffen der vergangenen Wochen zusammengenommen.

Die USA haben am Sonntag schwere Angriffe auf Ziele im Nordosten Afghanistans geflogen. Nach Angaben des US-Senders CNN waren die Angriffe auf Positionen der Taliban entlang der Frontlinie zur Nordallianz zeitweise so heftig, dass es nicht mehr möglich war, die Explosionen zu zählen. US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld sagte bei seinem Besuch in Usbekistan, die Militäraktion gegen die Taliban-Milizen mache weiterhin gewichtige Fortschritte.

Die zentralasiatische Republik Usbekistan lehnt nach den Worten des Pantagon-Chefs weiterhin Kampfeinsätze von US-Truppen von ihrem Gebiet gegen Afghanistan ab. Usbekistan erlaubt den USA die Stationierung von Flugzeugen und Truppen nur für humanitäre Einsätze und Rettungsflüge über Afghanistan. Am Samstagabend hatte Rumsfeld in Tadschikistan die Erlaubnis erhalten, dass die USA den Luftraum dieser GUS-Republik auch für Kampfeinsätze nutzen dürfen.

Rumsfeld wird bei seiner Asienreise zur Stärkung der Anti-Terror- Koalition am Abend in Pakistan erwartet. In London treffen noch am Sonntagabend Bundeskanzler Gerhard Schröder, der französische Staatspräsident Jacques Chirac und Ministerpräsident Lionel Jospin mit dem britischen Premierminister Tony Blair zu Beratungen über die Lage in Afghanistan zusammen. Auch das weitere gemeinsame Vorgehen mit den USA im Kampf gegen den Terrorismus soll abgesprochen werden.