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Alarmierende Zahlen Selbstmordrate in der US-Armee steigt


Traurige Bilanz: Die Zahl der Selbstmorde unter den US-Streitkräften nimmt stetig zu. Im Durchschnitt bringt sich fast täglich ein Soldat um. Hauptursache sollen posttraumatische Belastungsstörungen sein.

Die Selbstmordrate unter US-Soldaten ist in diesem Jahr deutlich gestiegen. Im Durchschnitt habe sich fast täglich ein Angehöriger der amerikanischen Streitkräfte das Leben genommen, teilte das US-Verteidigungsministerium am Freitag in Washington mit. In den ersten rund fünf Monaten habe es 154 Selbsttötungen gegeben. Das sind rund ein Fünftel mehr als im vergleichbaren Zeitraum 2011. Die Zahl der Gefallenen war zur selben Zeit etwa halb so hoch.

Als Ursache für diese höchste Suizidzahl im US-Militär seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 gelten die zunehmenden Fälle, in denen Soldaten unter posttraumatischem Stresssyndrom leiden. Diese Störung kann in Folge der langen Militäreinsätze etwa im Irak und in Afghanistan entstehen. "Der stetige Anstieg der Selbstmordrate hat alle im Militär frustriert", sagte Elspeth Ritchie, leitende psychiatrische Betreuerin des US-Militärs, der Zeitschrift "Time".

kave/DPA DPA

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