Allawi-Verwandte Sender meldet Freilassung


Medienberichten zufolge sind die weiblichen Verwandten des irakischen Regierungschefs Allawis freigelassen worden. Ein Cousin befindet sich weiterhin in den Händen der Geiselnehmer.

Der arabische Fernsehsender al Dschasira berichtete am Sonntag unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Quellen, dass die zwei vor wenigen Tagen verschleppten weiblichen Verwandten des irakischen Regierungschefs Ijad Allawi freigelassen worden sind. Ein Cousin Allawis sei weiter in der Gewalt der islamistischen Geiselnehmer. Die beiden Frauen seien hingegen in der ost-irakischen Stadt Bakuba freigekommen. Auch der in Dubai beheimatete Sender al Arabija meldete die Freilassung der beiden Frauen, die allerdings nicht von offiziellen Stellen bestätigt wurde. Nach Angaben der irakischen Regierung waren am Dienstag in Bagdad neben dem 75-jährigen Cousin Allawis auch dessen Ehefrau sowie ihre Schwiegertochter verschleppt worden.

Die Entführer hatten damit gedroht, die Geiseln binnen 48 Stunden zu töten, falls die Übergangsregierung in Bagdad nicht die US-geführte Offensive auf die Rebellenbastion Falludscha stoppe und Gefangene freilasse. Die Regierung hatte sich indes nicht auf die Forderungen der Geiselnehmer eingelassen. Am Donnerstag hatten sich allerdings Verwandte mit der Bitte an die Entführer gewandt, eine der beiden entführten Frauen freizulassen, da sie im neunten Monat schwanger sei.

Im Irak sind in den vergangenen anderthalb Jahren immer wieder Einheimische, aber auch viele Ausländer von radikal-islamischen Geiselnehmern oder kriminellen Banden entführt worden. Eine Reihe von Entführungsopfern wurde getötet und grausam verstümmelt.

Reuters Reuters

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