HOME

Alternativer Nobelpreis geht an afghanische Frauenrechtlerin

Engagement für die Gestaltung einer besseren Welt, dies zeichnet der Right Livelihood Award aus. In Deutschland ist er bekannt als Alternativer Nobelpreis. Erstmals wurde eine Aghanin ausgezeichnet.

Den Right Livelihood Award, der auch als Alternativer Nobelpreis bezeichnet wird, teilen sich in diesem Jahr die afghanische Menschen- und Frauenrechtsaktivistin Sima Samar, der US-Konfliktforscher Gene Sharp und eine britische Kampagne gegen den weltweiten Waffenhandel. Die drei Preisträger teilen sich ein Preisgeld in Höhe von 150.000 Euro, wie die zuständige Organisation Right Livelihood Award (RLA) am Donnerstag in Schwedens Hauptstadt Stockholm mitteilte. Einen Ehrenpreis erhält demnach der 90-jährige türkische Naturschutzpionier Hayrettin Karaca für seinen langjährigen Einsatz für Umweltschutzbelange in seiner Heimat.

Alle Preisträger arbeiteten "für die Grundbedingungen von Frieden und Sicherheit", erklärte RLA. Als erste afghanische Empfängerin des Preises werde Samar "für ihren Mut und ihre Entschlossenheit im Kampf für Menschenrechte und die Rechte von Frauen in einer der instabilsten Regionen der Welt" geehrt. Die 55-Jährige kämpft in ihrem Land unter anderem gegen die Burka.

Der 84-jährige Sharp erhält den Preis demnach "für die Entwicklung und Verbreitung der Prinzipien und Strategien des gewaltlosen Widerstands". Die britische Organisation Campaign Against Arms Trade werde "für ihren innovativen und effektiven Widerstand gegen den globalen Waffenhandel" ausgezeichnet.

Der Alternative Nobelpreis wird seit dem Jahr 1980 verliehen. Er soll Menschen und Organisationen unterstützen, die "praktische und beispielgebende Antworten" auf drängende Herausforderungen der Gegenwart geben. Gestiftet wurde der Preis vom deutsch-schwedischen Publizisten Jakob von Uexküll aus dem Erlös seiner Briefmarkensammlung. Die Preise sollen am 7. Dezember im schwedischen Parlament verliehen werden.