Amtseinführung Haitis Übergangspräsident vereidigt


Haitis Übergangspräsident Boniface Alexandre hat bei seiner Amtseinführung seine Landsleute zur Versöhnung aufgerufen. Unterdessen erklärten die Rebellen für den Norden des Landes den "Belagerungszustand".

Haitis Übergangspräsident Boniface Alexandre hat seine Landsleute zur Versöhnung aufgerufen. Bei seiner Amtseinführungszeremonie acht Tage nach dem Sturz von Präsident Jean-Bertrand Aristides dankte Alexandre der internationalen Gemeinschaft für ihre Hilfe. Vor dem Präsidentenpalast demonstrierten Anhänger Aristides und forderten dessen Rückkehr aus dem zentralafrikanischen Exil.

Alexandre verurteilte zugleich die Gewalttaten während einer Demonstration am Sonntag. Mutmaßliche Anhänger Aristides hatten auf die Demonstranten geschossen und fünf Menschen getötet, unter ihnen einen spanischen Journalisten. US-Marineinfanteristen erschossen einen der Angreifer. 34 Menschen wurden verletzt.

Rebellen erklären den Norden als"besetzt"

Wie die haitianische Nachrichtenagentur Haiti Press Network meldete, erklärten die Rebellen im Norden Haitis als Reaktion auf die Vorfälle vom Sonntag den "Belagerungszustand". Sie hatten ursprünglich zugesagt, nach dem Sturz Aristides die Waffen niederzulegen. In der Stadt Cap Haitien ruhten laut Rundfunkberichten alle Aktivitäten.

In Port-au-Prince wurde laut Medienberichten eine US-Patrouille am Montag beschossen als sie eine Demonstration von Aristide-Anhängern begleitete. Niemand wurde verletzt. Am Dienstag soll in Haiti ein neuer Premierminister ernannt werden.


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