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Prinzessin Latifa Angeblich eingesperrte Prinzessin aus Dubai auf Island fotografiert – Kampagne zur Befreiung aufgelöst

Das Foto zeigt offenbar Prinzessin Latifa (l) mit Sioned Taylor (r) und ihrem Cousin Marcus Essabri (M)
Das Foto zeigt offenbar Prinzessin Latifa (l) mit Sioned Taylor (r) und ihrem Cousin Marcus Essabri (M)
© Instagram Sioned Taylor
In einem Video behauptete die Tochter des Herrschers von Dubai, Prinzessin Latifa, sie sei eingesperrt. Nun tauchte ein Foto von ihr auf Island auf. Die Kampagne, die sich für ihre Befreiung einsetzte, hat sich danach aufgelöst.

Die Bilder und die Nachricht gingen um die Welt. Prinzessin Latifa, Tochter von Sheikh Mohammed bin Rashid al Maktoum, Herrscher von Dubai, sagte in einer Videobotschaft, sie werde von ihrer Familie gefangen gehalten. Es folgte internationale Kritik, sogar die Vereinten Nationen forderten einen Beweis, dass die 35-Jährige noch am Leben sei.

Das ist sie offenbar. Im sozialen Netzwerk Instagram tauchte nun ein Foto von ihr auf, das sie auf der Atlantikinsel Island zeigt. Die britische BBC und die Zeitung "The Guardian" berichteten über das Foto, das am Montag veröffentlicht wurde. Gepostet wurde es von einer Frau namens Sioned Taylor, die auch andere Fotos mit der Prinzessin veröffentlicht hat, etwa am Flughafen oder in einem Einkaufszentrum.

Prinzessin Latifa "glücklich und gesund"

Auf Island hat Latifa nach Angaben der Kampagne "FreeLatifa", die sich für die Befreiung der Prinzessin einsetzte, ihren Cousin Marcus Essabri getroffen, der außerdem Mitglied der Kampagne ist. Er ist der Mann, der auf dem Foto zu sehen ist, welches bei Instagram veröffentlicht wurde. 

Essabri sagte: "Ich hatte ein emotionales Wiedersehen mit meiner Cousine Latifa in Island. Ich fühle mich gesegnet, dass ich Zeit mit ihr verbringen durfte. Es war beruhigend, sie so glücklich, gesund und konzentriert auf ihre Pläne zu sehen."

"FreeLatifa" hat sich nach dem Treffen der beiden dazu entschlossen, die Kampagne niederzulegen, heißt es in der Mitteilung. "Der Hauptzweck der FreeLatifa-Kampagne war es, Latifa frei zu sehen, wie sie das Leben führt, das sie für sich selbst wählt. Wir haben dieses Ziel in den letzten drei Jahren eindeutig erreicht, da Einrichtungen wie die Vereinten Nationen nun das gegenwärtige und zukünftige Wohlergehen von Latifa überwachen." 

Latifa versuchte zu fliehen, sendete geheime Videobotschaften

David Haigh, Mitbegründer der Free-Latifa-Kampagne, sagte der BBC, die derzeitige Situation der Prinzessin sei "die beste Position, in der sie sich in Bezug auf Freiheit seit zwei Jahrzehnten befindet". Allerdings sei es richtig und verständlich, dass alles, was jetzt passiere, mit äußerster Vorsicht zu betrachten sei und die Situation genau beobachtet werden müsse.

Nach Angaben der BBC hat sich die königliche Familie Dubais nicht zu den Fotos geäußert. Latifah, die eines von 25 Kindern des Scheichs ist, versuchte laut dem Sender im Februar 2018 aus Dubai zu fliehen. In einem Video, das kurz vor ihrer Abreise aufgenommen wurde, sagte sie, ihr Leben sei stark eingeschränkt. "Ich habe das Land seit 2000 nicht mehr verlassen. Ich habe oft verlangt, einfach nur zu reisen, zu studieren, etwas Normales zu tun. Sie lassen mich nicht", sagte sie.

Latifa wurde allerdings später auf dem Indischen Ozean von Kommandos nach Dubai zurückgeholt. Ihr Vater hatte dies später als "Rettungsmission" bezeichnet. 

Im Februar strahlte die BBC heimlich aufgenommene Videos von Prinzessin Latifa aus, die an Freunde im Ausland weitergegeben wurden. In den Aufnahmen schilderte sie ihre Gefangenschaft nach ihrer Rückkehr nach Dubai. Sie sagte, sie werde alleine und ohne Zugang zu medizinischer oder juristischer Hilfe in einer Villa mit verriegelten Fenstern und Türen festgehalten und von der Polizei bewacht.

Quellen: BBC, "The Guardian""FreeLatifa", Instagram Sioned Taylor

rw

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