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Anhörung Lynndie England: Befehlsempfängerin und Sündenbock

Seit dem Folterskandal von Abu Ghoreib steht sie am Pranger der Weltöffentlichkeit. Nun entscheidet eine Militärkommission über die Zukunft von Lynndie England.

Die im Misshandlungsskandal in dem irakischen Gefängnis Abu Ghoreib angeklagte US-Soldatin Lynndie England steht seit Dienstag vor einer Militärkommission. Dort wird entschieden, ob England sich vor einem Militärgericht verantworten muss. Die 21-Jährige ist eine der Hauptfiguren in dem Skandal, der im Frühjahr weltweit Abscheu und Entsetzen ausgelöst hat. Der schwangeren Soldatin drohen bei einem Schuldspruch mehr als 30 Jahre Haft.

Anhörung ist auf mehrere Tage angesetzt

England erschien am Dienstagmorgen in Armeeuniform vor dem Gebäude auf dem Stützpunkt Fort Bragg (US-Staat North Carolina). Die Anhörung ist auf mehrere Tage angesetzt. Sollte die Kommission den Fall an ein Militärgericht verweisen, rechnen Rechtsexperten mit einem Prozess frühestens in diesem Herbst.

Englands Verteidiger wollen geltend machen, dass die Soldatin lediglich Befehle befolgte. Dies hatte England selbst in einem Fernsehinterview im Mai gesagt. Sie sei angewiesen worden, für die Bilder zu posieren. Damit sollten ander Gefangene eingeschüchtert werden, und die Taktik sei auch erfolgreich gewesen.

Fotos die um die Welt gingen

Fotos, die im Mai um die Welt gingen, zeigen die junge Soldatin unter anderem mit lachendem Gesicht und in Triumphpose vor nackten Gefangenen. Auf einem anderen Bild hält England einen am Boden liegenden Gefangenen wie an einer Hundeleine.

Englands Verteidiger glauben, dass die junge Frau zum Sündenbock gemacht werden soll. Sie hätten sich auf England eingeschossen, obwohl ihr unter Umständen nichts vorzuwerfen sei, sagte Verteidiger Rhidian Orr vergangene Woche. Sie wollen unter anderem Verteidigungsminister Donald Rumsfeld und Vize-Präsident Richard Cheney als Zeugen aufrufen. Die Aussicht, dass das gelingt, ist nach Ansicht von Prozessbeobachtern gering.

England nur eine Mitläuferin?

Anfang Juni waren in der US-Presse mehrere Papiere aus verschiedenen Ministerien aufgetaucht, in denen bestimmte Foltermethoden als legitim bezeichnet wurden. Dies wollen die Verteidiger anführen. Zwar habe England, die einen niedrigen Rang bekleidete, diese Papiere selbst nie gesehen, doch könnten sie eine allgemeine Atmosphäre geschaffen haben, in der Folter nicht als absolut ausgeschlossen galt, meinen die Verteidiger.

Außer England sind sechs weitere Soldaten wegen der Misshandlungen angeklagt worden. Einer von ihnen bekannte sich bereits schuldig und erhielt eine Gefängnisstrafe von einem Jahr. Charles Garner, der Vater von Englands Kind, ist ebenfalls angeklagt.

DPA / DPA
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.