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Folter-Prozess: Lynndie England ist schuldig

Ein US-Militärgericht hat die US-Soldatin Lynndie England der Misshandlung von Gefangenen im irakischen Gefängnis Abu Ghraib schuldig gesprochen.

Fotos von der 22-Jährigen bei der Erniedrigung von Irakern hatten weltweit für Empörung gesorgt. Das Gericht auf einem Militärstützpunkt in Texas befand die Reservistin des Heeres am Montag in sechs von sieben Anklagepunkten für schuldig. England zeigte bei der Urteilsverkündung keine Regung. Sie muss mit einer Haftstrafe von bis zu neun Jahren rechnen. Ab Dienstag sollen die Geschworenen über das genaue Strafmaß beraten.

Offenkundig gesetzwidriges Verhalten

Die Anklage hatte postergroße Abzüge von den Fotos gezeigt, auf denen England unter anderem einen nackten Gefangenen an einer Leine führt. "Welcher Soldat weiß nicht, dass das illegal ist?" fragte Hauptmann Chris Graveline. Er machte sich über die Erklärung der Verteidigung lustig, England sei nicht zu unabhängigen Entscheidungen fähig und wies darauf hin, dass sie aus Sorge um die Qualitätskontrollen ihren Job in einer Hühnerfabrik gekündigt hatte. "Sie kann wegen schlechter Hühner kündigen, aber sie kann nicht verstehen, dass es falsch ist, Männer zur Masturbation zu zwingen?" frage Graveline.

Die Verteidigung hatte zudem argumentiert, England leide an Lernschwäche und Depressionen und sei nur dem Rädelsführer Charles Graner - ihrem damaligen Liebhaber - gefolgt. "In dem gesamten Fall ging es immer um Autorität", sagte Hauptmann Jonathan Crisp von der Verteidigung. "Sie ist eine Mitläuferin. Sie war eine Person, die in Unteroffizier Graner verliebt war, die einfach alles getan hat, worum er sie gebeten hat." England hat von Graner ein Kind. Er ist in einem getrennten Verfahren zu zehn Jahren Haft verurteilt worden.

Reuters

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.