Attentat auf Vizepräsidentin Die Lage in Südamerika ist explosiv – vor allem in Argentinien

Die Vizepräsidentin Argentiniens, Cristina Fernández de Kirchner, spricht wenige Tage vor dem Attentat zu ihren Unterstützern
Die Vizepräsidentin Argentiniens, Cristina Fernández de Kirchner, spricht wenige Tage vor dem Attentat zu ihren Unterstützern
© Matías Baglietto/ / Picture Alliance
Das versuchte Attentat auf Argentiniens Vizepräsidentin Cristina Fernández de Kirchner zeigt, dass die Radikalisierung der Gesellschaft gefährliche Formen angenommen hat. Nie zuvor war die Bereitschaft zu Gewalt so hoch. Die Lage ist explosiv.

Die Fernsehkameras haben den Anschlag auf Argentiniens Vizepräsidentin live festgehalten, ähnlich wie einst bei dem Attentat auf den amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy: Ein bärtiger Mann bahnt sich seinen Weg durch die Menschenmenge vor dem Haus von Cristina Fernández de Kirchner, als die abends um neun Uhr gerade aus ihrem Wagen steigt. Der Angreifer streckt seinen rechten Arm aus, in der er eine halbautomatische Pistole hält, eine Bersa 360, geladen mit fünf Patronen. Er drückt ab, als der Lauf der Waffe nur Zentimeter von der Stirn der Vizepräsidentin entfernt ist. Kirchner schreit, duckt sich noch nach unten weg – und überlebt wie durch ein Wunder, weil die entsicherte Waffe aus noch unbekannten Gründen Ladehemmung hat.

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