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Atom-Diplomatie Steinmeier mahnt Iran zur Einhaltung des Atomabkommens


Nachdem im Sommer der Durchbruch im Atom-Streit mit dem Iran nach zähem Ringen geschafft wurde, drängt der deutsche Außenminister Steinmeier das iranische Regime dazu, die gemachten Zusagen jetzt auch einzuhalten.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat den Iran aufgefordert, mit der Einhaltung der Atom-Vereinbarungen von Mitte Juli zu beginnen. "Jetzt ist die Frage, ob der Iran zeigt, dass er seine Verpflichtungen erfüllt", sagte Steinmeier am Sonntag bei einem Besuch in Teheran. Das Abkommen, auf das sich die fünf UN-Vetomächte und Deutschland mit dem Iran Mitte Juli geeinigt hatten, tritt an diesem Sonntag formell in Kraft.

Steinmeier sagte, damit sei eine "eine ganz wichtige Hürde der langwierigen Konflikte mit dem Iran genommen". Während seiner Gespräche in Teheran habe er den Eindruck gewonnen, dass das Land bereit sei, den Verpflichtungen nachzukommen. Der Iran stand mehr als ein Jahrzehnt lang unter dem Verdacht, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms an einer eigenen Atombombe zu arbeiten.

Über die Aufhebung der Sanktionen gegen Teheran wird nach dem vereinbarten Zeitplan vermutlich erst 2016 entschieden. "Das wird sicherlich nicht vor Ende Januar der Fall sein", sagte Steinmeier. "Insofern haben wir jetzt ein Vierteljahr vor uns, in dem es um die Erfüllung der Verpflichtungen geht. Wir werden das sehr genau beobachten. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser."

lst/ DPA

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