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Proteste in Australien "Nicht sicher, nicht klug, nicht legal": Regierungschef reagiert auf wütende Corona-Demonstranten

Sehen Sie im Video: Regierungschef reagiert auf wütende Corona-Demonstranten – "Nicht sicher, nicht klug, nicht legal!"




"Menschenrechte zählen", brüllt dieser wütende Demonstrant in Melbourne. Auch in Australien setzen sich Menschen über die geltenden Coronabestimmungen hinweg und gehen demonstrieren. Im Bundesstaat Victoria gingen am Wochenende Hunderte Menschen auf die Straße. Sie bestehen auf ihrer Versammlungsfreiheit. Mehr als ein Dutzend wurde festgenommen. Der Regierungschef von Victoria, Daniel Andrews sieht die Demonstrationen mit Besorgnis. Am Samstag rief er die Bevölkerung zur Kooperation auf: "Es ist nicht sicher, es ist nicht klug, es ist nicht legal. Eigentlich ist es sogar sehr selbstsüchtig, jetzt zu demonstrieren. Wir sollten einzig und allein das Virus bekämpfen. Lassen sie uns nichts tun, das unsere Strategie gefährden könnte." Es mag auch die wirtschaftliche Situation im Land sein, die die Menschen auf die Straße treibt. Denn die Corona-Pandemie hat Australien erstmals seit 1991 in eine Rezession gestürzt. Das Bruttoinlandsprodukt brach im Zeitraum von April bis Juni um 7,0 Prozent ein, wie das Statistikamt am Mittwoch mitteilte. Das war der stärkste Einbruch seit Einführung der vierteljährlichen Statistik 1959. Verglichen mit anderen großen Industrienationen kam Australien noch gut weg: Die deutsche Wirtschaft etwa brach im Frühjahr um 9,7 Prozent ein, die britische gar um mehr als ein Fünftel.
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In Australien setzen sich Demonstranten über die geltenden Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus hinweg. Daniel Andrews, der Regierungschef von Victoria, zeigt sich besorgt.

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