Bagdad Acht Tote bei Anschlag auf Moschee


Irakische Rebellen schrecken auch vor Angriffen auf Gotteshäuser nicht zurück. Während der Feierlichkeiten zum islamischen Opferfest "Eid al-Adha" ließen sie vor einer Moschee in Bagdad eine Autobombe explodieren.

Bei einem Anschlag auf eine schiitische Moschee in Bagdad sind am Freitag mindestens 14 Menschen getötet und 40 weitere verletzt worden. Nach Augenzeugenberichten explodierte eine Autobombe vor der Al-Taf-Moschee, als die Gläubigen das Gebäude verließen. Wegen des muslimischen Opferfests Eid el Adha war die Moschee gut besucht. Es war bereits der zweite Anschlag vor einem schiitischen Gotteshaus in Bagdad in dieser Woche.

Sunnitische Rebellen torpedieren Wahlen

Die Gewalt gegen die schiitische Bevölkerungsmehrheit im Irak hat sich in den Tagen vor der Parlamentswahl am 30. Januar noch einmal verstärkt. Unter Ex-Diktator Saddam Hussein war die sunnitische Minderheit das beherrschende Element im Lande.

Während sunnitische Extremisten versuchen die Wahlen zu torpedieren, rufen Schiiten zur Teilnahme an der Wahl auf. Die einst machtlose schiitische Mehrheit hofft, mit der geplanten Wahl legitim an die Regierung zu kommen. Die Sunniten fürchten dagegen um ihren Einfluss. Als Reaktion kam es in der Vergangenheit immer wieder zu gezielten Angriffen auf schiitische Einrichtungen. Bei den Wahlen am 30. Januar wird damit gerechnet, dass die vom schiitischen Klerus unterstützte Liste Vereinigte Irakische Allianz (UIA) einen deutlichen Sieg davontragen wird.

Zwei Tote bei Razzia

Bei einer Razzia gegen eine mutmaßlichen Zelle von Bombenlegern wurde bereits in der Nacht zum Freitag ein US-Soldat in der Ortschaft Ad Dulujah getötet. Ein Iraker wurde ebenfalls getötet und ein weiterer amerikanischer Soldat verletzt, wie die US-Truppen mitteilten.


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