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Ein Bild und seine Geschichte Ernsthaft, Barack?


Barack Obama und Wladimir Putin wollten der Welt nicht den obligatorischen Händedruck vorenthalten. Doch der Weg zu dieser Geste sagte mehr über Begegnung aus als der Handschlag als solcher.

Vermutlich finden nicht wenige Gipfeltreffen nur wegen dieses einen Moments statt: Diesem Augenblick, in dem sich die beiden Gesprächspartner vor den Augen der Welt die Hand geben. Was vor oder danach besprochen wird - zweitrangig. Wichtig ist das Zeichen: Wir sprechen miteinander. Wir nähern uns einander an. Nicht selten gleicht das Bild, das aus der Begegnung resultiert, eine Trophäe: Seht her, ich haben dem Papst die Hand geschüttelt. Oder der Queen. Oder eben Barack Obama. Symbolisch geriet das Foto des US-Präsidenten mit dem russischen Kollegen Wladimir Putin in New York durchaus. Wenn wohl auch nicht so wie erhofft. 

Nach zwei Jahren Eiszeit sind die beiden das erste Mal am Rande der UN-Vollversammlung wieder aufeinander getroffen. Und, das muss man ihnen zu Gute halten, sie haben es miteinander versucht, haben sich in ein Zimmer eingeschlossen und das getan, was man von ihnen erwartet: reden. Es gab zwar kein konkretes Ergebnis, aber die Verlautbarung heißt: Wladimir Putin und Barack Obama haben sich getroffen. Sie haben sogar versucht, das obligatorische Handschlag-Foto hinbekommen. Der Weg dahin war allerdings vielsagender als der Händedruck an sich. Zu sagen, sie hätten aus ihrer gegenseitigen Abneigung keinen Hehl gemacht, wäre noch untertrieben.

Und so geht nun ein Bild um die Welt, auf dem ein äußerst zurückhaltender Barack Obama versucht, einem noch skeptischeren Wladimir Putin die Hand zu geben. Für zwei sehr mächtige Männer, die eigentlich versuchen sollten, gemeinsam einen Konflikt zu lösen ist das erschreckend wenig. Aber gut, zu jeder Geschichte gehört ein Ende und das sieht so aus: 

feh

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