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Syrische Armee: Assad lässt wegen Soldaten-Mangel Stellungen räumen

Der syrische Machthaber Baschar al-Assad muss einräumen, dass seine Armee personell zu dünn besetzt ist. Einige der Stellungen im syrischen Bürgerkrieg werden wegen fehlender Soldaten aufgegeben.

Der syrische Präsident Baschar al-Assad während einer Rede

Musste die Schwäche seiner Armee eingestehen: Syriens Präsident Baschar al-Assad

Der syrischen Armee gibt wegen fehlender Soldaten Gebiete im Land zugunsten von strategisch wichtigen Positionen auf. "Manchmal, unter bestimmten Umständen, müssen wir Gebiete aufgeben, um unsere Kräfte auf die Regionen zu konzentrieren, die wir halten wollen", sagte Staatschef Baschar al-Assad in einer Fernsehansprache am Sonntag. "Die Armee ist schlagkräftig... Alles ist verfügbar, aber uns fehlt Personal", sagte er. Die Rebellengruppen bekämen inzwischen zudem deutlich mehr Unterstützung aus dem Ausland, sagte Assad mit Blick auf Saudi-Arabien und die Türkei. Der Krieg werde aber kompromisslos weiter geführt.

Bereits am Samstag hatte Assad eine Generalamnestie für Deserteure erlassen. Der zufolge wird Männern die Strafe erlassen, die sich dem Kriegsdienst durch Flucht ins Ausland oder Untertauchen im Inland entzogen hätten. In dem seit vier Jahren anhaltenden Bürgerkrieg sind Tausende junger Männer desertiert.

Assad hatte zuletzt eine Reihe von Rückschlägen in dem Krieg gegen verschiedene Rebellengruppen einschließlich des Islamischen Staates (IS) hinnehmen müssen. Seine Truppen verloren den Großteil der nordwestlichen Provinz Idlib und wichtige Gebiete an der Südgrenze des Landes. Im Mai hatte zudem der IS die in Zentral-Syrien gelegene Stadt Palmyra erorbert.

fin / Reuters