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Bürgerkrieg in Libyen Rebellen verkünden weitere Erfolge


Nach der Eroberung von Adschdabija haben die Aufständischen nun offenbar auch Brega in ihrer Gewalt. Gleichzeitig sollen Gaddafis Truppen den Beschuss auf die Stadt Misrata gestoppt haben.

Die gegen die Truppen von Libyens Machthaber Muammar al Gaddafi kämpfenden Rebellen haben die Rückeroberung der Ölstadt Brega im Osten des Landes verkündet. "Wir sind im Zentrum von Brega", sagte der Rebellenkämpfer Abdelsalam al Maadani am Samstag per Telefon der Nachrichtenagentur AFP. Brega liegt 80 Kilometer westlich der strategisch wichtigen Ölstadt Adschdabija, die ebenfalls am Samstag von den Rebellen zurückerobert wurde. "Gaddafis Truppen ziehen sich zurück und dürften nun in El Bischer (30 Kilometer) westlich von Brega sein", sagte al Maadani. "Die Rebellen bewegen sich ebenfalls in diese Richtung."

Ein Journalist, der die Rebellen begleitete, bestätigte die Rückeroberung Bregas. Er habe Rebellen-Kämpfer im Zentrum der Stadt gesehen, sagte er AFP. Die Regierungstruppen hätten sich vollständig zurückgezogen.

Die libyschen Rebellen hatten sich am 13. März nach schwerem Beschuss durch Gaddafis Truppen aus Brega zurückgezogen. Die Regierung verkündete am folgenden Tag die Vertreibung "bewaffneter Banden" aus Brega. Mit Unterstützung der internationalen Militär-Koalition hatten die Rebellen am Samstagmorgen Adschdabija zurückerobert. Es war für sie der erste entscheidende Sieg seit dem Beginn der internationalen Luftangriffe auf Libyen vor einer Woche.

Misrata nicht mehr unter Beschuss

Offenbar haben Gaddafis Truppen den Beschuss der Stadt Misrata gestoppt. "Der Beschuss wurde gestoppt und nun befinden sich Flugzeuge der Allierten in der Luft", sagte ein Rebellensprecher der Nachrichtenagentur Reuters. Zuvor sei die drittgrößte Stadt des Landes aus dem Westen wie auch aus dem Osten attackiert worden. Gaddafi konzentriere sich nach dem Verlust der strategisch wichtigen Stadt Adschdabija wohl auf die Hafenstadt Misrata, sagte der Rebell. In Misrata nehmen unterdessen die Probleme für die Bevölkerung zu. Einwohner berichteten von schwindenden Lebensmitteln. Zudem sei die Strom- und Wasserversorgung unterbrochen.

ukl/AFP/Reuters Reuters

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