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Keisha Lance Bottoms Bürgermeisterin von Atlanta und mögliche Biden-Vize an Corona erkrankt

Keisha Bottoms
Keisha Bottoms, Bürgermeisterin von Atlanta
© Paras Griffin/Getty Images / AFP
Keisha Lance Bottoms wird als mögliche Kandidatin für die US-Vizepräsidentschaft gehandelt - die Bürgermeisterin von Atlanta machte mit einfühlsamen Worten nach den Antirassismus-Protesten von sich reden. Nun ist sie an Corona erkrankt.

Die Bürgermeisterin der US-Metropole Atlanta, Keisha Lance Bottoms, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. "Covid-19 hat buchstäblich bei uns zuhause eingeschlagen. Ich hatte keine Symptome und bin positiv getestet worden", erklärte Bottoms auf Twitter.

In einem Interview mit dem Fernsehsender CNN sagte Bottoms, sie und ihr Ehemann hätten sich für einen Test entschieden, weil ihr Mann seit Donnerstag mehr als üblich geschlafen habe. Am Montag hätten dann sowohl sie als auch ihr Mann das positive Testergebnis bekommen. "Ich stehe immer noch unter Schock, weil ich überhaupt nicht weiß, wie wir uns angesteckt haben", sagte sie. Sie habe zwar leichte Kopfschmerzen und einen trockenen Husten gehabt, dies aber auf Allergien zurückgeführt.

Bundesstaat Georgia von Gewalt erschüttert

Die USA sind mit mehr als 2,9 Millionen Infektionsfällen und mehr als 130.200 Todesfällen das am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land der Welt. Der oberste Corona-Beauftragte, Anthony Fauci, macht sich angesichts der weiter stark steigenden Zahlen ernsthafte Sorgen: "Die gegenwärtige Lage ist wirklich nicht gut und erfordert sofortiges Handeln", sagte der Immunologe jetzt. Damit widerspricht er im Wesentlichen US-Präsident Donald Trump, der behauptet, die Corona-Pandemie weitgehend unter Kontrolle zu haben.

Die Erkrankung der Bürgermeisterin kommt zu einem besonders ungünstigen Zeitpunkt. Ihr Bundesstaat Georgia wurde in den vergangenen Tagen von einer Welle der Gewalt erschüttert, durch die fünf Menschen ums Leben kamen, darunter ein achtjähriges Mädchen in Atlanta. Keisha Lance Bottoms, sagte, mindestens zwei Menschen hätten Schüsse auf das Auto abgefeuert. Sie bat Zeugen, bei der Aufklärung der Tat zu helfen.

Nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz Ende Mai machte sie mit besonnenem Handeln und einfühlsamen Ansprachen von sich reden. Zudem kündigte sie Polizeireformen an. Polizisten müssten "Beschützer sein, nicht Krieger". Sie erlasse Verordnungen, um die Gewaltanwendung durch Polizisten auf das Nötigste zu begrenzen. Alle Beamte müssten künftig immer wieder in Deeskalation geschult werden, erklärte sie vor einigen Wochen.

Wird Bottoms Vizepräsidentin?

Auch deshalb gilt die 50-jährige als mögliche Vize-Kandidatin des designierten demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden. Neben ihr werden auch die Senatorin Kamala Harris, die frühere Nationale Sicherheitsberaterin Susan Rice sowie die Ex-Regionalabgeordnete Stacey Abrams als weitere Kandidaten gehandelt. Als sicher gilt, dass Biden eine schwarze Frau als "Running Mate" wählen wird. Wann die Mitkandidatin vorgestellt wird, ist noch offen.

tkr/nik mit AFP

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