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Ambitionen auf den Weltmeeren Das ist Chinas erster eigener Flugzeugträger

China hat seinen ersten selbst gebauten Flugzeugträger fertig gestellt.
Das noch namenlose Schiff lief am Mittwoch in der nordchinesischen Stadt Dalian vom Stapel. Es ist der zweite Träger für die chinesische Marine.
Wie der erste basiert es auf dem sowjetischen Design der Kusnezow-Klasse mit konventionellem Antrieb. China kaufte der Ukraine 1998 ein halbfertig gestelltes Schiff ab und baute es eigenständig zu Ende. Der neue Flugzeugträger ist nun eine Weiterentwicklung.
315 Meter lang und 75 Meter breit, mit einer Wasserverdrängung von 50.000 Tonnen. Im Gegensatz zu den amerikanischen Trägern starten Flugzeuge nicht per Katapult, sondern über eine gebogene Startrampe. Dadurch können die Kampfjets nur eine geringere Menge von Treibstoff und Waffen mitführen.
Ein dritter, wiederum weiter entwickelter Flugzeugträger, ist bereits im Bau, ein vierter in Planung. Experten rechnen in zukünftigen Designs auch mit Nuklearantrieb und Startkatapulten. 
Mit der amerikanischen Seemacht wird sich China allerdings in absehbarer Zeit nicht messen können. Die US Navy verfügt heute über 10 Flugzeugträger mit Nuklearantrieb. Chinas zweiter Träger soll dagegen erst im Jahr 2020 voll einsatzfähig sein.
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Nach fünf Jahren Bauzeit ist Chinas erster selbst entwickelter Flugzeugträger zu Wasser gelassen worden. Auf dem Weg zu einer internationalen Seemacht ist das nur der Anfang.

China hat seinen ersten selbst entwickelten Flugzeugträger fertiggestellt. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, verließ der mit roten Fahnen feierlich geschmückte Träger am Mittwoch sein Dock in der nordostchinesischen Hafenstadt Dalian. Das Schiff, das bisher nur als "Typ 001A" bezeichnet wurde, ist nicht der erste Flugzeugträger des Landes. Bereits 1998 hatte China aus der Ukraine einen alten Träger aus Sowjetbeständen gekauft, modernisiert und 2012 unter dem Namen "Liaoning" in Dienst gestellt.

Der neue Träger sieht aus wie die "Liaoning", ist aber nach Medienberichten mit einer Länge von 315 Metern und einer Breite von 75 Metern etwas größer. Auch soll das neue Schiff mehr Platz für Hubschrauber und Kampfjets bieten. 

China: Ambitionierte Pläne bei der Aufrüstung

Fünf Jahre dauerten die Arbeiten an dem Schiff, das eine Höchstgeschwindigkeit von 31 Knoten erreichen soll. Laut Militärexperten dürften jedoch noch einige Jahre vergehen, bis der neue Träger genügend Testfahrten absolviert hat, um auch offiziell in Dienst gestellt zu werden.

Derweil arbeitet China weiter daran, seine Marine aufzurüsten. Das Land habe "ambitionierte Pläne", wie die staatliche Zeitung "Global Times" in dieser Woche berichtete. Der dritte Flugzeugträger ist demnach bereits in Shanghai in Bau und "viel höher entwickelt" als die beiden ersten Modelle.

Um "internationale Interessen und Territorien zu schützen", brauche China künftig jeweils zwei Flugzeugträgerverbände im Westpazifik und im Indischen Ozean, zitierte das Blatt den chinesischen Konteradmiral Yin Zhuo. Nötig seien dafür insgesamt "fünf bis sechs" Flugzeugträger.

China sollte in naher Zukunft auch etwa zehn Marine-Stützpunkte in befreundeten Ländern wie Pakistan errichten, sagte der Militärexperte Xu Guangyu. "Es ist zu hoffen, dass China auf jedem Kontinent Stützpunkte haben kann." Am Ende würde das aber vom Kooperationswillen anderer Staaten abhängen.

Immer größere Schlagkraft der Marine

Viele Nachbarn Chinas blicken mit Sorge auf die immer größere Schlagkraft der chinesischen Marine. Mit Staaten wie Japan, Vietnam und den Philippinen streitet Peking im Ost- und Südchinesischen Meer seit vielen Jahren um Territorien und Inselgruppen.

Doch auch trotz der Aufrüstung Chinas dürfte sich in naher Zukunft an den Kräfteverhältnis auf den Weltmeeren nicht viel ändern. Während China nun zwei Schiffe besitzt, auf denen Flugzeuge starten und landen können, verfügen die USA mit zehn Flugzeugträgern über die unangefochten größte Seemacht der Welt. Der neue US-Präsident Donald Trump hatte Anfang des Jahres eine "historische Steigerung" des Militärbudgets angekündigt.

tim DPA

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