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Christian G. aus Duisburg: Osamas deutscher General

Er war Kurier, Computer-Fachmann und Logistiker für Osama bin Laden und kaum einer kam dem Terror-Chef näher als Christian Ganczarski aus Duisburg. Auch, weil er bin Laden regelmäßig mit Insulin versorgte.

Terroristenführer Osama Bin Laden ist Diabetiker und offenbar von Mitgliedern einer Duisburger al-Kaida-Zelle medizinisch versorgt worden, wie der stern in seiner neuen Ausgabe berichtet. Der Deutsche Christian Ganczarski, der in das Attentat vom 11. April 2002 auf der tunesischen Touristeninsel Djerba verwickelt sein soll, hat dem Terror-Chef demnach den lebensnotwendigen Stoff besorgt.

Als der zum Islam Konvertierte mit seiner Familie Ende 1999 nach Afghanistan auswanderte, nahm Ganczarski eine Jahresration Insulin für seine achtjährige zuckerkranke Tochter T. mit. Die Familie zog damals in das al-Kaida-Camp bei Kandahar, wo auch Bin Laden lebte. "Die beiden haben sich mit Insulin ausgeholfen. Die Krankheit von Ganczarskis Tochter hat sie zu Leidensgenossen gemacht.", sagte ein französischer Ermittler dem stern.

Ganczarski arbeitete für Bin Laden als Kurier, Computer-Fachmann und Logistiker. Er ging bei ihm ein und aus wie nur wenige Kampfgefährten des notorisch misstrauischen Anführers aus Saudi-Arabien und hielt sich noch nach den Anschlägen des 11. September in Afghanistan auf. Ganczarski sitzt seit Juni 2003 in Frankreich in Haft. Die Ermittler dort halten ihn für "den größten Fisch, der bislang in Europa ins Netz ging".

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