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Migration: Dänemark will abgelehnte Asylbewerber auf kleine Insel schicken

Die Mitte-Rechts Regierung Dänemarks hat die Regeln für abgelehnte Asylbewerber deutlich verschärft. Demnach sollen Ausländer, deren Anträge abgelehnt wurden, auf eine kleine Insel geschickt werden.

Die dänische Insel Lindholm ist sieben Hektar groß. In Zukunft soll sie abgelehnte Asylbewerber beherbergen.

Die dänische Insel Lindholm ist sieben Hektar groß. In Zukunft soll sie abgelehnte Asylbewerber beherbergen.

Dänemark verschärft die Vorschriften für abgelehnte Asylbewerber. Die Mitte-Rechts-Regierung und die sie unterstützende Dänische Volkspartei einigten sich am Freitag unter anderem darauf, ein spezielles Zentrum für Ausländer auf der Insel Lindholm einzurichten. Es soll demnach Ausländer beherbergen, die wegen Straftaten oder abgelehnter Anträge Dänemark verlassen müssen. Lindholm ist sieben Hektar groß und seit Ende der 90er Jahre unbewohnt.

"Das ist kein Gefängnis, aber ..."

Finanzminister Kristian Jensen sagte: "Das ist kein Gefängnis, aber man muss nachts dort sein." Die Regierung und die Dänische Volkspartei trafen eine Haushaltsvereinbarung für 2019, in der auch die strengeren Vorschriften für abgelehnte Asylbewerber enthalten sind.

Einigung auf Obergrenze für Familienzusammenführungen

Zudem einigte sich die Regierung auf die Einführung einer Obergrenze für Familienzusammenführungen. Peter Skaarup, Fraktionsvorsitzender der Dänischen Volkspartei, sagte: "Jetzt sagen wir den Menschen vom ersten Tag an, dass sie nicht für den Rest ihres Lebens in Dänemark bleiben können. Sie bekommen nur vorübergehend eine Unterkunft, bis sie nach Hause zurückkehren können." 

she / DPA