Paukenschlag in Davos: Wolodymyr Selenskyj hat angekündigt, dass die Ukraine, Russland und die USA über ein Ende des Ukrainekrieges verhandeln wollen. Alles Wichtige im stern-Newsblog.
Die Welt blickt nach Davos, wo vom 19. bis zum 23. Januar das Weltwirtschaftsforum stattfindet. Nach dem viel beachteten Auftritt von Donald Trump am Mittwoch stehen weitere Reden an: Am Donnerstagvormittag soll Bundeskanzler Friedrich Merz ans Mikrofon treten.
Die wichtigsten Entwicklungen im stern-Newsblog:
Wichtige Updates
Phil Göbel
Selenskyj kündigt Gespräche zwischen Russland, Ukraine und USA an
Paukenschlag nach seiner Rede: Vertreter der USA, der Ukraine und Russlands wollen nach Angaben von Wolodymyr Selenskyj über Bedingungen für ein Ende des Ukraine-Krieges reden.
Die Gespräche sollen an diesem Freitag und Samstag in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfinden, wie Selenskyj auf dem Weltwirtschaftsforum im Schweizer Alpenort Davos sagte.
Die Gespräche sollen an diesem Freitag und Samstag in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfinden, wie Selenskyj auf dem Weltwirtschaftsforum im Schweizer Alpenort Davos sagte.
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Christine Leitner
Selenskyj sitzt für ein kurzes Q&A noch in Davos auf der Bühne. Auch dort lobt er noch einmal das Gespräch mit Trump, sagt aber auch, dass noch eine Strecke zu gehen sei und die sei schwierig. Die Gespräche mit Trump unterschieden sich kaum von Gesprächen mit anderen Staatschefs: "Bei jedem Dialog mit einem Präsidenten muss ich die Interessen meines Landes vertreten. Deshalb ist der Dialog vielleicht nicht einfach, aber heute war er es. Er war positiv." Selenskyj fügt hinzu, dass die US-Delegation mit ihrer Reise nach Moskau gewartet habe, um zuerst mit ihm zu sprechen.
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Phil Göbel
Selenskyjs Rede zusammengefasst
Es war eine kämpferische, wenn auch in Teilen verzweifelte Rede von Wolodymyr Selenskyj. Die wichtigsten Kernpunkte:
- Selenskyj warnt die europäischen Staaten davor, sich auf seine Verbündeten – insbesondere die USA – in Sicherheitsfragen zu verlassen
- Europa müsse in der Lage sein, sich selbst zu verteidigen
- Das gelte für die Unterstützung für die Ukraine, als auch für die eigene Sicherheit, besonders mit Blick auf Russland
- Europa finde die richtigen Worte, aber es handele nicht
- Sowohl in der Ukraine als auch im Iran würden die europäischen Länder tatenlos zusehen, wenn Rechte gebrochen werden
- Europa könne und müsse vereint zu einer globalen Großmacht werden. Die Ukraine sei bereit, ihren Beitrag zu leisten
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Christine Leitner
Während Selenskyj in Davos auf der Bühne stand, hat sein Presseteam einen Post auf X abgesetzt, in dem der ukrainische Präsident das Gespräch mit Trump lobt. In seiner Rede war Selenskyj nur kurz darauf eingegangen, ohne Details zu nennen. Wie Trump empfindet auch Selenskyj das Gespräch als produktiv. Dabei bedankt sich Selenskyj auch bei Trump für die bisherige Zusammenarbeit und Unterstützung.
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Christine Leitner
Applaus und Standing Ovations für Selenskyj und damit ist die Rede auch schon wieder vorbei.
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Christine Leitner
„Für echte Sicherheit, reicht Glaube nicht, damit es gut geht. (...) Wir brauchen Taten. Eine Weltordnung entsteht aus Taten. (...) Ohne Taten gibt es kein Morgen."“Wolodymyr Selenskyj
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Phil Göbel
"Wir sind bereit, stärker zu werden, als wir jetzt sind. Wir sind bereit, ein Teil von Europa zu sein. Von einem Europa von Macht und Stärke", verspricht der ukrainische Präsident.
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Christine Leitner
"Heute habe ich mit Trump gesprochen", kommt Selenskyj nun zu den Gesprächen mit dem US-Präsidenten. Er betont, dass die ukrainischen und US-Teams täglich an den Dokumenten für einen Frieden in der Ukraine arbeiten würden. Aber es sei schwer.
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Phil Göbel
Mit jedem Satz wird deutlicher, wie verzweifelt der ukrainische Präsident ist. "Europa kann und muss auf der Weltbühne eine Macht sein." Europa müsse eine Macht sein, die für eine Welt ohne Krieg einstehe.
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Christine Leitner
Selenskyj dankt Nato-Generalsekretär Mark Rutte, der sich im Grönland-Konflikt eingesetzt hat. Kritik gibt es aber auch wieder an dieser Stelle an die Europäer: Die hätten sich noch nicht eindeutig zu Trumps Friedensrat positioniert. Vielleicht ist Selenskyj damit etwas voreilig, immerhin haben die Europäer dafür eine Sondersitzung für heute Abend anberaumt, um dann zu sprechen.
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Phil Göbel
"Wo sind die Staatschefs, die bereit sind, jetzt zu handeln? Um eine neue Weltordnung zu schaffen?" fragt Selenskyj ins Rund.
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Christine Leitner
„Die Europäer sprechen von Werten, ober oftmals sind das hohle Werte.“Wolodymyr Selenskyj
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Phil Göbel
"Anstatt eine Weltmacht zu werden, bleibt Europa ein zersplitterter und zerstrittener Kontinent", so Selenskyj.
Manche Staatschefs seien aus Europa aber nicht für Europa, erklärt er weiter. Ähnliches gelte auch für Trump. Dieser liebe, wer Putin sei.
Manche Staatschefs seien aus Europa aber nicht für Europa, erklärt er weiter. Ähnliches gelte auch für Trump. Dieser liebe, wer Putin sei.
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Christine Leitner
Selenskyj fordert, keine Bauteile mehr an Russland zu senden – oder die russischen Fabriken zu zerstören, damit dort keine Waffen mehr entstünden. "Wir wissen, wo die Fabriken stehen, wo die Raketen entstehen, die auf uns gerichtet sind. Und morgen könnte das jedes andere Nato-Land sein", mahnt der ukrainische Präsident.
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Phil Göbel
Wieder verpackt Selenskyj seine Forderungen in ein Sandwich: Er bedankt sich für die Waffenlieferungen der Verbündeten, fragt im Anschluss aber: "Wäre es nicht viel einfacher, Russland nicht mehr mit Teilen zu beliefern?"
Noch immer kämen Teile aus China, den USA oder Taiwan.
Noch immer kämen Teile aus China, den USA oder Taiwan.
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DPA · AFP · Reuters