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Deutscher stirbt in Afghanistan: Bundeswehrsoldat beging wohl Selbstmord

Im Feldlager von Masar-i-Scharif ist ein deutscher Soldat am frühen Morgen schwer verletzt aufgefunden worden und kurz darauf verstorben. Nun gibt es Hinweise, wie es zu den schweren Verletzungen kam.

Ein Bundeswehrsoldat hat sich im nordafghanischen Feldlager von Masar-i-Scharif vermutlich selbst getötet. "Die nachträglichen medizinischen Untersuchungen haben ergeben, dass der Soldat zum Zeitpunkt des Ereignisses unter Alkoholeinfluss stand", teilte das Einsatzführungskommando der Bundeswehr mit. Der Soldat sei gegen 5.50 Uhr Ortszeit auf dem Gelände des Camps aufgefunden und dann in das Lazarett gebracht worden. Dort sei sein Tod festgestellt worden.

Letzte Klarheit über die Todesumstände sollen weitere Ermittlungen bringen. Die Staatsanwaltschaft in Kempten sei unterrichtet worden. Der Soldat gehörte dem Panzergrenadierbataillon 122 aus dem bayerischen Oberviechtach an.

In Masar-i-Scharif sind die meisten der derzeit rund 4200 deutschen Soldaten in Afghanistan stationiert.

kmi/dho/DPA/Reuters / DPA / Reuters