HOME

28-jähriger Architekt: Deutsches Terror-Opfer wurde beim Abendessen mit Kollegen erschossen

Bei dem deutschen Opfer von Paris handelt es sich um einen 28-jährigen Architekten aus München, der seit längerem in der französischen Hauptstadt gearbeitet hatte. Er starb offenbar beim Abendessen mit Kollegen.

An vielen Anschlagsorten in Paris legen Trauernde Blumen im Gedenken an die Opfer nieder

An vielen Anschlagsorten in Paris legen Trauernde Blumen nieder. Das deutsche Opfer soll bei den Schüssen vor diesem Restaurant gestorben sein.

Bei dem am Freitag in Paris gestorbenen Deutschen handelt es sich um einen 28-jährigen Architekten aus München. Raphael H. wurde offenbar beim Abendessen mit seinen Kollegen erschossen. Das Architektur-Büro Renzo Piano, bei dem H. seit sechs Monaten gearbeitet haben soll, veröffentlichte am Sonntag auf seiner Facebook-Seite folgende Meldung: "Wir sind sehr traurig, den Verlust eines unserer Kollegen bei den Pariser Anschlägen von Freitag mitteilen zu müssen. Zwei weitere wurden verletzt, befinden sich aber aktuell in stabiler Verfassung."

Zuvor hatte bereits der fachliche Leiter des Kriseninterventionsteams München, Andreas Müller-Cyran, bestätigt, dass es sich bei dem deutschen Opfer um einen 28-Jährigen handle, der bereits länger in Paris gearbeitet und gelebt habe. 

Der Architekt H. hatte 2011 eine Dorfschule in Sambia mit entworfen und den Bau begleitet. Dafür haben er und seine Mitstudenten 2014 den Franz Berberich Preis der TU München für ein herausragendes wissenschaftliches Ergebnis mit Projektcharakter im Nachwuchsbereich bekommen.


Am Freitag hatten mindestens drei Terrorkommandos an sechs verschiedenen Orten in Paris ihre Angriffe gestartet. Ein Konzertsaal und mehrere Restaurants waren unter anderem die Ziele. Mindestens 132 Menschen sind dabei getötet und rund 350 verletzt worden. Die Attentäter starben bei selbst ausgelösten Explosionen, einer wurde von der Polizei erschossen. Ein mutmaßlicher Beteiligter wurde dem Rundfunksender RTL zufolge in Belgien verhaftet. Der offentlich-rechtliche belgische Rundfunk widersprach dieser Meldung. Da noch nicht alle Opfer identifiziert sind, ist aktuell noch unklar, ob weitere Deutsche unter den Toten sind.

fin