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Madeleine Westerhout: Trumps persönliche Assistentin muss gehen – weil sie zu viel mit der Presse geredet hat

Nächster Abgang im Weißen Haus: Madeleine Westerhout, die persönliche Assistentin von Donald Trump, hat mit den Medien allzu offen geplaudert. Absicht oder nicht – die "Pförtnerin des Präsidenten" musste sofort gehen.

Donald Trumps Assistentin Madeleine Westerhout

Madeleine Westerhout (l.) mit der früheren Präsidentensprecherin Sarah Huckabee Sanders

Picture Alliance

Dass ein Mitarbeiter von Donald Trump das direkte Umfeld des US-Präsidenten verlässt, gehört mittlerweile zur geübten Routine im Weißen Haus. Allein die Zahl der Top-Abgänge beträgt mehrere Dutzend. Dass das aber aufgrund von erwiesener Indiskretion passiert, ist eher selten – zumindest wenig bekannt. Getroffen hat es Madeleine Westerhout, 28 Jahre alt und seit Amtsantritt die persönliche Assistentin des US-Präsidenten.

Zuviel über Donald Trump geplaudert

Zurückgetreten ist sie, nachdem sie Informationen über die Präsidentenfamilie an Journalisten weitergegeben hatte. Westerhout habe kürzlich während Trumps Aufenthalt in New Jersey Journalisten getroffen, berichtete die "New York Times". Dabei habe sie vertrauliche Informationen weitergegeben, wovon Trump nun erfahren habe.

Madeleine Westerhout

Auch der Nachrichtensender CNN und das Portal "Politico" berichteten über den Abgang von Westerhout. Nach Angaben von CNN hatte die persönliche Assistentin bei dem Treffen mit Journalisten nicht deutlich klar gemacht, dass es sich um ein vertrauliches Hintergrundgespräch (im Englischen "off the record" genannt) handelte, dessen Inhalten nicht für die Veröffentlichung bestimmt sind. Dabei sei es um Trumps Familie gegangen sowie um Oval-Office-Angelegenheiten.

Vom Trump-Sieg entsetzt gewesen

Nachdem ein Medienvertreter das Weiße Haus über das Gespräch informiert habe, muss alles wohl sehr schnell gegangen sein. Schon am Freitag war ihr laut "New York Times" der Zutritt zum Weißen Haus verwehrt worden. 

Westerhout selbst war keine Person der Öffentlichkeit. Ihr Büro liegt genau vor dem Oval Office, sie gilt als "Pförtnerin des Präsidenten" – musste dazu aber erst überzeugt werden. Ursprünglich hatte sie für Mitt Romney, republikanischer Präsidentschaftskandidat 2012, gearbeitet und soll über den Wahlsieg Trumps sehr entsetzt gewesen sein.

Quelle: "New York Times", BBC, "Bloomberg", "Politico"