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Rede vor Vereinten Nationen: Donald Trump droht Nordkorea mit totaler Zerstörung

Der US-Präsident hat vor den UN gesprochen und seine Rede war ein einziges Plädoyer für Nationalismus nach seinem Motto "America first". Dieser Fokus hielt Donald Trump aber nicht davon ab, finstere Drohungen gegen Nordkorea auszustoßen.

Donald Trump vor der UN

Donald Trump hielt vor der UN eine Ansprache, in der er wenig um den heißen Brei herumredete

US-Präsident Donald Trump hat in seiner ersten Rede vor den Vereinten Nation seine Absicht wiederholt, die Außenpolitik an amerikanischen Interessen ausrichten zu wollen. "Als Präsident der Vereinigten Staaten werde ich Amerika immer an die erste Stelle stellen", sagte Trump bei der UN-Generaldebatte in New York. Genauso sollten es auch andere Staats- und Regierungschefs tun, fügte er hinzu. "Alle verantwortlichen Staatenlenker stehen in der Pflicht, ihren eigenen Bürgern zu dienen."

"Unsere Art zu leben nicht jedem überstülpen"

Trump betonte in seiner Rede mehrmals das Prinzip der staatlichen Souveränität. Starke und unabhängige Nationalstaaten würden die 193 Länder zählende Weltorganisation zum Erfolg führen, sagte Trump. Das Erreichen der UN-Ziele hänge an Staaten, die ihre Souveränität und ihren Friedenswillen lebten. Zur Rolle der USA sagte Trump: "Wir wollen unsere Art zu leben nicht jedem überstülpen." Man wolle aber ein leuchtendes Beispiel für jedermann sein. Frieden, Sicherheit und Souveränität seien für die Staaten der Erde die wichtigsten Ziele.

Die Welt befindet sich nach Ansicht Trumps an einem Scheideweg. "Wir treffen uns hier in einer Zeit immenser Versprechungen, aber auch riesiger Gefahren." Trump nannte als Risiken den internationalen Terror, kriminelle Netzwerke und autoritäre Regime, die über Massenvernichtungswaffen verfügten. "Wir können die Welt zu neuen Höhen führen, oder sie in ein Tal fallen lassen, in dem sie nicht repariert werden kann."

"Zur Not Nordkorea zerstören"

Trump rief Nordkorea mit deutlichen Worten zur Räson. "Die Denuklearisierung ist der einzig gangbare Weg", sagte Trump und bezeichnete Nordkorea als ein Land, das die Welt mit Atomwaffen bedrohe. "Die USA sind ein Land von großer Stärke und Geduld", sagte Trump. Wenn die USA aber gezwungen würden, müssten sie Nordkorea zerstören. "Der Raketenmann ist auf einem selbstmörderischen Weg", sagte Trump in Bezug auf den nordkoreanischen Führer Kim Jong Un.


Trump bedankte sich bei anderen Ländern für ihre Unterstützung nach den schweren Hurrikans. Die Hurrikans "Irma" und "Harvey" hatten in Teilen der Karibik und im Süden der USA schwere Verwüstungen angerichtet.

Insgesamt schwebe Trump eine Weltordnung vor, in der selbstbestimmte und starke Staaten im eigenen Interesse zusammenarbeiten. "Indem wir die Verpflichtungen gegenüber unseren Nationen erfüllen, erkenne wir auch an, dass es in aller Interesse ist, eine Zukunft anzustreben, in der alle Nationen souverän, wohlhabend und sicher sein können", sagte der Präsident. Seine Vision stehe nicht im Widerspruch zu den Zielen der Vereinten Nationen. "Amerika tut mehr als nur für die Werte der Charta der Vereinten Nationen zu sprechen", sagte er. "Unsere Bürger haben den höchsten Preis gezahlt, um unsere Freiheit und die Freiheit vieler Nationen, die hier in diesem Saal versammelt sind, zu verteidigen."

nik/DPA