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Präsidentensohn auf Twitter: Donald Trump Jr. sorgt mit geschmacklosem Mauer-Vergleich für Empörung

Die Mauer zu Mexiko würde genauso viel Sinn machen wie Zäune in einem Zoo. Für diesen Vergleich kassiert Donald Trump Jr. so viel Gegenwind, dass sich sogar er zum Einlenken gezwungen sieht.

Donald Trump Jr. ist wegen eines Statements zur geplanten Mexiko-Mauer in die Kritik geraten 

Donald Trump Jr. ist wegen eines Statements zur geplanten Mexiko-Mauer in die Kritik geraten 

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Donald Trump Jr. ist bislang nicht durch sein politisches Taktgefühl aufgefallen. Auch in dem eskalierten Streit um die Mauer zu Mexiko, die sein Vater Donald Trump um jeden Preis errichtet haben will, leistet sich der Junior einen geschmacklosen Fehltritt. Auf Instagram verglich er die Mauer an der Grenze zu Mexiko indirekt mit Zäunen in einem Zoo. "Wisst ihr, warum ihr einen Tag im Zoo genießen könnt?", schrieb der Präsidentensohn am Dienstagabend. "Weil dort die Zäune funktionieren." Das lässt die Interpretation zu, dass Mexikaner für Trump Jr. nicht mehr sind, als wilde Tiere, die man am besten in einem Käfig hält.

Dementsprechend ließen erboste Reaktionen in den sozialen Netzwerken nicht lange auf sich warten. "Eigentlich kann ich gerade gar keinen Tag im Zoo genießen. Der National-Zoo ist gerade aufgrund des Shutdowns nämlich geschlossen", kommentierte eine Frau auf Twitter bissig. "Ich hoffe, der Präsidentensohn kann bald selbst herausfinden, wie effizient Mauern wirklich sind", schrieb ein Nutzer und postete das Emblem des Justizministeriums der Vereinigten Staaten zu seinem Post. Auch andere wünschen Trump Jr., demnächst diese Erfahrung machen zu dürfen. "Donald Trump Jr. wird schon bald das Leben hinter Gittern kennen lernen dürfen", kommentiert ein anderer Twitter-Nutzer.

Damit spielen die User auf die laufenden Ermittlungen des FBI in der Russland-Affäre an, in die auch Trump Jr. nicht unwesentlich verstrickt sein soll. Erst am Dienstag ist die russische Anwältin Natalja Wesselnizkaja wegen Justizbehinderung angeklagt worden. Die Staatsanwaltschaft in New York wirft ihr vor, Ermittlungen in einem Geldwäschefall behindert zu haben. Die Anwältin spielt auch eine Rolle in der Russland-Affäre um Donald Trump, weil sie sich während des Wahlkampfes mit dem damaligen Wahlkampfmanager Paul Manafort sowie mit Trump Jr. getroffen hatte. 

Donald Trump Jr. löscht Post 

Inzwischen hat Trump Jr. seinen Post auf Instagram wieder gelöscht. Doch das Netz vergisst bekanntlich nie.

ivi