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Zoff bei Twitter Ex-CIA-Direktor Brennan schießt gegen Trump: "Sie sind ein Scharlatan"

Donald Trump kommt zu einer Ansprache im Weißen Haus
US-Präsident Donald Trump kommt zu einer Ansprache im Weißen Haus in Washington
© Carolyn Kaster/AP / DPA
Donald Trump hat wieder einmal getwittert und dabei behauptet, sein Vorgänger Barack Obama habe die Untersuchung von Trumps Wahlkampf nur eingeleitet, um Hillary Clinton zu helfen. Ex-CIA-Direktor John Brennan  findet eine deutliche Antwort.

US-Präsident Donald Trump hat in einem seiner letzten Tweets Barack Obama beschuldigt, die Untersuchung seiner Wahlkampf-Kampagne nur eingeleitet zu haben, um seiner demokratischen Konkurrentin Hillary Clinton bei der US-Wahl 2016 zu helfen. Bei Twitter schrieb er: "Warum hat die Obama-Regierung lange vor der Wahl im November eine Untersuchung der Trump-Kampagne (mit keinem Beweis für Fehlverhalten) eingeleitet? Wollte mich so diskreditieren damit die korrupte H (gemeint ist Hillary Clinton, Anm. d. Red.) gewinnen würde. Beispiellos. Größer als Watergate! Außerdem hat Obama nichts gegen russische Einmischung unternommen."

John Brennan im Kapitol in Washington
Der frühere CIA-Direktor John Brennan im Kapitol in Washington
© Drew Angerer / Getty Images

Der frühere CIA-Direktor John Brennan hat diese Aussage zum Anlass genommen, dem Präsidenten deutlich seine Meinung zu sagen: "Dieser Tweet ist ein großartiges Beispiel für Ihre Paranoia, Ihre ständige falsche Darstellung der Fakten und erhöhte Angst und Panik (zu Recht) vor der Mueller-Untersuchung. Wann werden die im Kongress und die 30 Prozent der Amerikaner, die Sie immer noch unterstützen, erkennen, dass Sie ein Scharlatan sind?"

Robert Mueller untersucht russische Einmischung in US-Wahlkampf

Brennan kritisiert den US-Präsidenten häufiger. Er war zu der Zeit CIA-Direktor, als der Bericht zur Russland-Affäre veröffentlicht wurde. Dieser besagte, dass Russland eine Kampagne ins Leben gerufen hat, die darauf abzielte, in die Wahlen von 2016 einzugreifen.

FBI-Sonderermittler Robert Mueller untersucht derzeit eine mögliche russische Einmischung in den US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 sowie mögliche Absprachen mit Trumps Wahlkampfteam. Die Ermittlungen haben bereits vier Mitglieder von Trumps Kampagne erfasst. Zwei von ihnen haben sich bereit erklärt, mit den Behörden zusammenzuarbeiten. Mitte Februar hatte Mueller mitgeteilt, dass 13 russische Staatsbürger wegen einer mutmaßlichen Einmischung in die Wahl angeklagt worden seien.

Michael Wolff, US-amerikanischer Autor, blickt mit nach rechts gedrehtem Kopf in die Kamera. Er trägt eine schwarze Brille
vit

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