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Pressekonferenz "Was für ein Unterschied" – US-Journalisten feiern deutsche Kollegin

Aus der Masse an Reportern bei der Pressekonferenz von US-Präsident Donald Trump und Bundeskanzlerin Angela Merkel stach eine DPA-Journalistin heraus
Aus der Masse an Reportern bei der Pressekonferenz von US-Präsident Donald Trump und Bundeskanzlerin Angela Merkel stach eine DPA-Journalistin heraus
© Andrew Harnik/AP
Bei der Pressekonferenz von US-Präsident Donald Trump und Bundeskanzlerin Angela Merkel waren die deutschen Journalisten die einzigen, die kritische Fragen stellten. Vor allem die Journalistin Kristina Dunz beeindruckte ihre US-Kollegen.

Sie ist die heimliche Heldin der Pressekonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump. Kristina Dunz, Reporterin der Deutschen Presse-Agentur, stellte die Frage, die sich ihre US-Kollegen nicht zu stellen trauten: Ob Trump Angst vor der Vielfalt der Medien habe und deswegen so oft von "Fake News" spreche, während er selber oft Behauptungen aufstelle, für die sich keine Belege fänden - ein klare Anspielung auf Trumps These, Barack Obama habe während des Wahlkampfes Trumps Büro abhören lassen.

Insbesondere amerikanische Journalisten lobten die deutschen Kollegen – vor allem Kristina Dunz – auf Twitter.

"Ein Mitglied der deutschen Journalistengruppe stellt endlich die Frage nach der Abhöraktion", schreibt Michael Tackett, Washington-Korrespondent der "New York Times".

"Gute Arbeit der deutschen Presse. Ernsthaft.", twittert David M. Drucker, Politik-Korrespondent bei CNN.

"Beide deutschen Reporter bringen in ihren Fragen an Trump das Thema Abhören auf. Keiner der aufgerufenen US-Reporter hat das getan", schreibt Mike Memoli, Washington-Korrespondent der "L.A. Times".

"Was für ein Unterschied zwischen den Fragen des amerikanischen und des deutschen Reporters", twittert Ryan Lizza, Journalist für CNN und den "New Yorker".

Die politische Korrespondentin Gloria Borger sagte beim Nachrichtensender CNN: "Wir müssen den deutschen Reportern Respekt dafür zollen, dass sie es heute waren, die die harten Fragen gestellt haben." Das zumindest schrieb ihr CNN-Moderator Brian Stelter auf Twitter.

Und auch Donald Trump selbst sagte noch etwas über Dunz: "Nette, freundliche Reporterin." Das war wohl eher ironisch gemeint. Der Anerkennung der Kollegen hingegen darf Kunz sich sicher sein.

 

tkr

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