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Elfenbeinküste Für Neuanfang sollen EU-Sanktionen fallen


Neuanfang und Wiederaufbau: Der international anerkannte Wahlsieger Ouattara will eine Aufhebung der EU-Sanktionen gegen die Elfenbeinküste erreichen. Die Bevölkerung rief er zu einem Neuanfang auf. Widersacher Gbagbo verschanzt sich immer noch in seinem Wohnsitz.

Der von der internationalen Gemeinschaft als Wahlsieger in der Elfenbeinküste anerkannte Alassane Ouattara will eine Aufhebung der EU-Sanktionen gegen das westafrikanische Land erreichen. Es sei nun an der Zeit, die Wirtschaft des Landes wieder aufzubauen, sagte er in einer Donnerstagabend ausgestrahlten Fernsehansprache. Seine Armee werde Hilfsgüter zu den Krankenhäusern schaffen und dafür sorgen, dass die Märkte wieder geöffnet würden, sagte Ouattara, der dem abgewählten Präsidenten Laurent Gbagbo die Verantwortung für die andauernde tiefe Krise anlastete.

Quattaras Truppen belagern seit Tagen Gbagbos Residenz in der Hafenstadt Abidjan. Am Freitag morgen war es in Abidjan zunächst ruhig. Gbagbo weigert sich seit seiner Wahlniederlage im November vergangenen Jahres, die Macht an Ouattara zu übergeben. Vermittlungsversuche und Sanktionen blieben erfolglos. Seit einer Woche haben Ouattaras Republikanische Truppen nach einem Vormarsch aus dem Norden große Teile der Hafenstadt Abidjan unter Kontrolle.

Die Spitze der bisher zu Gbagbo loyalen Armee hatte bereits vor Tagen eine Einstellung der Kämpfe befohlen. Gbagbo kann sich nach Einschätzung französischer Militärexperten derzeit auf noch etwa 1000 Kämpfer stützen.

cjf/DPA DPA

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