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Ende einer Ära Fidel Castro tritt endgültig ab


Es war ein schleichender Rückzug von der Macht, der vor fünf Jahren begann. Zum VI. Parteitag der kommunistischen Partei Kubas verkündete der einstige Máximo Líder nun im Internet sein Ausscheiden aus der politischen Führung des Landes.

Der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro hat sein Ausscheiden aus der Führung der Kommunistischen Partei bestätigt. In einem auf dem offiziellen Internetportal Cubadebate.cu veröffentlichten Beitrag schrieb Castro, dass er dem Zentralkomitee jetzt nicht mehr angehört.

Zuvor hatte der noch bis Dienstag tagende VI. Parteitag ein neues Zentralkomitee gewählt, dessen Zusammensetzung zunächst noch nicht bekanntgegeben wurde. In seinem Beitrag unter der Überschrift "Meine Abwesenheit im ZK" begrüßte Fidel zugleich die Initiative seines Bruders Raúl Castro, die Amtsdauer für Spitzenämter auf zehn Jahre zu beschränken.

Seit 2006 schleichender Rückzug

Fidel Castro (84) hatte seit dem Sieg der Revolution 1959 bis zu seiner schweren Erkrankung im Sommer 2006 Kuba regiert. Dann trat er die Staats- und Regierungsführung zunächst vorübergehend und 2008 endgültig an seinen fünf Jahre jüngeren Bruder Raúl ab. Schon vor dem Parteitag hatte er gesagt, dass er auch das Amt des Ersten Sekretärs der KP abgegeben habe.

Der am Samstag eröffnete VI. Parteitag hatte am Montag wie erwartet die von Präsident Raúl Castro vorgelegten historischen Reformvorschläge angenommen. Es geht dabei um Schritte in Richtung Privatwirtschaft. Kubaner sollen sich künftig leichter selbständig machen können. Zudem sollen ausländische Investoren angelockt werden.

Fidel Castro war Delegierter des Parteitags, nahm aber nicht an der Versammlung teil. Cubadebate zeigte ihn, wir er seine Stimme zur Wahl des neue ZK von zu Hause abgab.

dho/DPA DPA

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