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Ende von Regierungskrise Ex-EZB-Chef Mario Draghi wird neuer Ministerpräsident Italiens

Mario Draghi
Mario Draghi, früherer Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), wird neuer italienischer Ministerpräsident
© Alessandra Tarantino/AP POOL / DPA
Der Nicht-Politiker Mario Draghi soll Italien als neuer Premier in der Pandemie-Krise vor dem Niedergang bewahren. Dafür erhält er breite Unterstützung.

Der ehemalige Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, hat offiziell das Amt des italienischen Ministerpräsidenten angenommen. Nach einem Treffen mit Staatspräsident Sergio Mattarella verkündete Draghi die Besetzung seines neuen Kabinetts aus Politikern und Fachleuten.

Das wichtige Amt des Wirtschaftsministers geht an den Generaldirektor der italienischen Zentralbank, Daniele Franco. Draghi hatte zuvor die Unterstützung von fast allen italienischen Parteien gewonnen. Am Donnerstag hatte als letzte große Partei auch die Fünf-Sterne-Bewegung (M5S) in einer Online-Abstimmung mehrheitlich für den Eintritt in das neue Koalitionsbündnis unter Draghi votiert und somit den Weg frei gemacht für den Ex-EZB-Chef.

Ende einer Regierungskrise

Italien war fast einen Monat lang inmitten der Corona-Krise und einer schweren Rezession ohne voll funktionsfähige Regierung. Ministerpräsident Giuseppe Conte hatte seinen Rücktritt erklärt, nachdem die von ihm angeführte Mitte-links-Koalition am Streit um die Verwendung der Corona-Hilfsgelder der Europäischen Union zerbrochen war. 

nik DPA

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