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Foltervorwürfe: "Wir müssen uns gegen diese Unterdrückung wehren"

Seit Monaten haben ehemalige irakische Gefangene über Misshandlungen durch die Amerikaner geklagt. Auch Dhia el Schweiri war in Bagdads berüchtigtem Gefängnis Abu Ghraib. Die Erniedrigung durch die US-Soldaten hat er am eigenen Leib erfahren.

Dhia el Schweiri war schon mehrere Male in Bagdads berüchtigtem Gefängnis Abu Ghraib. Zwei Mal unter der Herrschaft von Saddam Hussein, einmal als Häftling der Amerikaner. Er sagt, er ziehe die Folter unter Saddam Hussein der Erniedrigung vor, von amerikanischen Wächtern nackt ausgezogen zu werden. Der 30-Jährige gehört nun zu den Kämpfern der radikalen El-Mahdi-Miliz des schiitischen Geistlichen Muktada el Sadr.

El Schweiri sagt im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Associated Press, als er von den Schergen Saddam Husseins inhaftiert worden sei, hätten sie ihn geschlagen, mit Elektroschocks gefoltert und an der Decke aufgehängt, die Hände auf den Rücken gebunden. "Aber das war nicht so schlimm, wie diese Erniedrigung, nackt ausgezogen zu werden. Erschießt mich hier", sagt er und zeigt auf seine Stirn, "aber macht nicht das mit uns."

Militärpolizisten droht Verfahren vor dem Kriegsgericht

Seit Monaten haben Menschenrechtsgruppen und ehemalige irakische Gefangene über Misshandlungen durch die Amerikaner geklagt. Die Beschwerden wurden aber immer als politisch motiviert abgetan, bis die US-Armee im Januar selbst eine Untersuchung einleitete. Jetzt droht sechs Militärpolizisten ein Verfahren vor dem Kriegsgericht. Der "New York Times" zufolge kam der interne Bericht des Heeres zu dem Ergebnis, dass irakische Gefangene einem "sadistischen, unverhohlenen und mutwillig kriminellen Missbrauch" ausgesetzt waren.

Nach den Foltervorwürfen haben auch sieben US-Soldaten einen dienstlichen Verweis erhalten. Wie ein ranghoher Militärsprecher am Montag mitteilte, ging an sechs der Offiziere die schärfste mögliche Rüge, ein weiterer sei verwarnt worden. Damit könnten die Soldaten möglicherweise aus dem Militärdienst ausgeschlossen werden, weitere Konsequenzen drohten ihnen vermutlich aber nicht, sagte der Sprecher.

El Schweiri sagt, ihn hätten die Fernsehbilder von maskierten und nackten Gefangenen und lachenden US-Soldaten keineswegs überrascht. Auch er habe sich nackt ausziehen müssen. Das sei die schlimmste Erniedrigung, die ein Mann sich vorstellen könne. "Sie versuchten, uns zu erniedrigen, unseren Stolz zu brechen. Wir sind Männer. Wenn sie uns schlagen, dann ist das in Ordnung. Schläge treffen uns nicht."

"Wir müssen uns gegen diese Unterdrückung wehren"

Die Amerikaner hätten ihn, seinen Vater und seinen Bruder festgenommen, berichtet El Schweiri. Sie wohnten im schiitischen Bagdader Stadtteil Sadr City. Sie seien festgenommen worden, weil bei ihnen ein Schnellfeuergewehr und mehrere Stirnbänder mit islamischen Sprüchen gefunden worden seien. El Schweiri betont, er habe damals in einem Laden gearbeitet und sei weder politisch aktiv gewesen, noch habe er der Miliz angehört. Er sei den Amerikanern auch dankbar gewesen, weil sie Saddam Hussein gestürzt hätten. "Ich hasste Saddam Hussein so sehr, dass ich die Amerikaner als Befreier begrüßte. Aber mir wurde schnell klar, dass sie Besatzer sind. Wir müssen uns gegen diese Unterdrückung wehren."

Nachdem er aus der US-Haft entlassen worden sei, habe er statt Saddam Hussein die Amerikaner gehasst, sagt El Schweiri. Vor zwei Monaten habe er sich der El-Mahdi-Miliz angeschlossen. Die Amerikaner haben die Auflösung der Miliz gefordert und wollen El Sadr festnehmen, weil er in die Ermordung eines rivalisierenden Geistlichen verwickelt sein soll. "Wenn Muktada uns befiehlt, uns aufzulösen, werden wir dies tun", sagt El Schweiri. "Wenn er uns befiehlt zu sterben, werden wir sterben. Wenn er uns befiehlt zu leben, werden wir leben. Mit den Amerikanern und ihren Forderungen haben wir nichts zu tun."

Scheherezade Faramarzi/AP / AP / DPA
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Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.