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Gazakrieg: Tote bei Bodenoffensive

Mehr als 20 Menschen wurden in der ersten Nacht der Bodenoffensive in Gaza getötet. Und die Zahl der Opfer steigt. Israels Kabinett erlaubt derweil die Mobilmachung von 18.000 weiteren Soldaten.

Bei der israelischen Bodenoffensive im Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben bislang etwa 20 Palästinenser getötet worden. Die Zahl der Toten seit Beginn der Offensive vor elf Tagen stieg nach Angaben der Rettungsbehörden am Freitag auf 258. Ingesamt seien 1980 Menschen bei israelischen Bombardements verletzt worden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP starb zudem ein Soldat bei Kämpfen im Gazastreifen.

Nach einer kurzzeitigen Feuerpause hatte das israelische Sicherheitskabinett am Donnerstag den Beschluss für die Bodenoffensive gefasst. Wie der Armeesprecher Arje Schalikar sagte, sind die Soldaten im Norden, Süden und Osten des Gazastreifens im Einsatz. Das Ziel sei die "Infrastruktur" der Hamas. Dabei gehe es unter anderem um die Tunnel, die die Hamas als Waffenlager und für Anschläge in Israel nutzt. Die israelische Regierung gab außerdem grünes Licht für die Mobilisierung von weiteren 18.000 Reservisten. Damit können nun insgesamt rund 65.000 Reservisten eingezogen werden.

Auslöser der jüngsten Gewalt waren die Entführung und Ermordung von drei israelischen Teenagern und der mutmaßliche Rachemord an einem palästinensischen Jungen. Eine 2012 vereinbarte Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas, die seit 2007 im Gazastreifen herrscht, wurde daraufhin endgültig Makulatur.

she/AFP/DPA / DPA
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