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Geschichte: Feierlichkeiten zum Jahrestag des D-Days

Mit Salutschüssen und einer Fanfare für die gefallenen Kameraden haben die Gedenkfeiern zum 60. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie begonnen. Zum Auftakt dankte Frankreichs Präsident Chirac den USA.

Mit Salutschüssen und einer Fanfare für die gefallenen Kameraden haben die Gedenkfeiern zum 60. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie begonnen. Wegen eines Interviews mit US-Medien traf US-Präsident George W. Bush mit fast einstündiger Verspätung zur amerikanisch-französischen Zeremonie auf dem amerikanischen Friedhof in Colleville-sur-Mer ein. Dort sind nahe dem Strandabschnitt "Omaha-Beach" fast 10.000 US-Soldaten begraben. Die Gedenkfeiern wurden vom Tod des früheren US-Präsidenten Ronald Reagan überschattet.

Erstmals ein deutscher Kanzler dabei

Höhepunkt der D-Day-Feiern ist eine internationale Zeremonie mit 22 Staats- und Regierungschefs am Nachmittag in Arromanches, an der mit Gerhard Schröder und Wladimir Putin erstmals ein deutscher Bundeskanzler und ein russischer Präsident teilnehmen. Rund 20.000 Sicherheitskräfte wurden zum Schutz aufgeboten. Bei der Schlacht um die Normandie waren 1944 rund 60.000 alliierte und 75.000 deutsche Soldaten sowie 20.000 Zivilisten umgekommen.

Zum Auftakt der Gedenkfeiern zum 60. Jahrestag der Landung alliierter Truppen in der Normandie hat sich der französische Staatspräsident Jacques Chirac bei den USA bedankt. Frankreich werde nie vergessen, was es seinem "Verbündeten seit jeher" schulde, sagte Chirac bei einer Zeremonie mit US-Präsident George W. Bush auf dem amerikanischen Soldatenfriedhof Colleville.

Chirac gedachte der Gefallenen

Das Bündnis mit den USA habe sich in den "furchtbaren Stunden" der Landung der Alliierten in der Normandie am 6. Juni 1944 noch verstärkt. Chirac gedachte der Gefallenen des D-Days und sprach den bei der Zeremonie anwesenden amerikanischen Veteranen die "ewige Anerkennung unserer Nation" aus. Am Omaha-Beach, der wegen der vielen Toten und Verletzten des 6. Juni 1944 auch "Bloody Omaha" genannt wird, habe sich "das Schicksal Frankreichs, Europas und der Welt" entschieden.

Seit zwei Jahrhunderten hätten Frankreich und die USA Seite an Seite "eine gewisse Idee des Menschen, eine gewisse Idee der Welt" verteidigt. "Diese Idee ist im Herzen der Charta der Vereinten Nationen", erklärte Chirac. In schweren Stunden wie dem 11. September stehe Frankreich fest an der Seite Amerikas.

DPA