HOME

Gewalt in Ägypten: Mursi lässt Armee in Suez einmarschieren

Zwei Jahre nach den blutigen Protesten und dem Sturtz von Husni Mubarak, ist es erneut zu Ausschreitungen gekommen. Besonders in der Kanalstadt Suez wütete die Gewalt.

Nach gewalttätigen Protesten mit mindestens neun Toten, ist in der ägyptischen Stadt Suez am frühen Samstagmorgen die Armee aufmarschiert. Soldaten und gepanzerte Fahrzeuge seien wenige Stunden nach den Zusammenstößen zwischen Regierungsgegnern und der Polizei in die Stadt entsandt worden. Der Sicherheitschef von Suez, Adel Refaat, sagte im Staatsfernsehen, er habe das Militär um Verstärkung gebeten. Die Unterstützung sei erforderlich, bis "diese schwierige Zeit" vorüber sei.

Bei Protesten gegen Präsident Mohammed Mursi waren in der Stadt zuvor sieben Demonstranten und ein Soldat erschossen worden. Einen neunten Toten gab es in der Stadt Ismailia, wie Ärzte berichteten. Landesweit wurden nach Behördenangaben 456 Menschen verletzt. Anlass waren Demonstrationen anlässlich des zweiten Jahrestags des Aufstands gegen Mursis gestürzten Vorgänger Husni Mubarak.

Mursi hatte am Donnerstag von einer "Konterrevolution" gesprochen. Er behauptete, die Proteste würden von "Überbleibseln des Mubarak-Regimes" gesteuert.

DPA/Reuters / DPA / Reuters
Themen in diesem Artikel